Branitz (Dorf)

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Allgemeines/Geschichte

Weniger bekannt ist die Trennung zwischen Alt-Branitz und Branitz-Siedlung. Während Branitz-Siedlung zum Stadtteil Sandow gehört, ist der restliche Teil das ursprüngliche Dorf Branitz. Die Verwaltungsgrenzen im Geo-Portal einsehen (Geoportal und dann Verwaltungsgrenzen auswählen). Erstmals erwähnt wurde das Dorf Branitz 1449 als Branicz. Die Urkunde wurde ausgestellt im Kloster Unser lieben Frouwen zu Gubin (Guben).

Laut Brandenburgischen Namensbuch bedeutet der slawische Name Branicz der Ort, wo Leute eines Mannes namens Bran wohnen. Die niedersorbische Ortsbezeichnung Rogeńc bezieht sich entweder auf die Flurbezeichnung mit der Bedeutung Horn, Ecke, im übertragenen Sinne Ort an einer starken Spreekrümmung, oder auf die Namensbezeichnung Bronici.

Am 6. Dezember 1993 wurde Branitz in die kreisfreie Stadt Cottbus eingegliedert.

Interessant die vielen Eigentums-Wechsel unter den Adelsgeschlechtern.

Jahr Adelsgeschlecht
15. Jahrhundert im Besitz der Brüder Heinz und Hans von Kracht aus dem alten Adelsgeschlecht von Kracht.
1510 ging der Ort in den Besitz derer von Köckritz.
1519 weiter in den Besitz derer von Zabeltitz.
nach 1608 danach an Hans Sigismund von Muschen aus der Familie von Mosch.
Am 6. Oktober 1696 erwarb die Branitzer Güter, sowie weitere in Schlesien, Reichsgraf August Sylvius von Pückler (1657–1742), Freiherr von Groditz, Herr auf Schedlau.
Im Anschluss folgten Erdmann Graf von Pückler (1687–1742), August Heinrich Graf von Pückler (1720–1810), der Erbauer des Branitzer Schlosses, und Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871), dem 1822 der Fürstentitel verliehen wurde. Nachdem er schuldenhalber die Standesherrschaft Muskau verkaufen musste, begann er 1846, bereits 60-jährig, auf dem väterlichen Besitz mit den Arbeiten am Branitzer Park.
Danach folgten Heinrich Graf von Pückler, er starb 1921, und August Graf von Pückler (1864–1937). Bevor die Güter an die Stadt Cottbus gingen, war Heinrich Graf von Pückler (gefallen 1944) der letzte adlige Besitzer.

 

Einwohnerzahlen

30.06.2019

31.03.2019

31.12.2018

31.12.2019

1 474 1 482 1 475 1 441

 

Entwicklung (Zukunftsplanung)

In einem in 2016 geführten Ortsteilgespräch wurde darauf hingewiesen, dass dem Ortentwicklungskonzept mehr Priorität beigemessen werden soll als z.B. dem Branitzer Park.

  • Ortsteil- und ortsbildverträgliche Arrondierung (Die Arrondierung findet Anwendung bei der Flurbereinigung, bestehende Grundstücke werden neu strukturiert, um die Nutzbarkeit zu verbessern) oder Baulückenschließung von Wohnquartieren insbesondere im Bereich der Spreewehrstraße und Seeaue.
  • Erhalt des dörflichen Charakters.
  • Verkauf und Entwicklung durch Eigentümer bzw. Käufer.
  • Grundstückteilungen sollen ermöglicht werden.
  • Eigentümer und Käufer perspektivische Entwicklungsmöglichkeiten für die Eigenentwicklung offen halten.
  • Ausdifferenzierung von altersgerechten Wohnangeboten.
  • Anpassung des Wohnungsbestands an die veränderte Nachfrage (Altersgerechtes wohnen).
  • Ortsteilübergreifend: Durchführung von Abendveranstaltungen.
  • Erstellung einer Broschüre zu den Förderprogrammen.
  • Behindertengerechte Anpassung von vorhandenem Wohnraum.
  • Bürgschaften für Wohnungsbaudarlehen, Wohneigentum-Bildung durch Erwerb, Neubau und Ausbau, generationengerechte und barrierefreie Anpassung von Mietwohngebäuden durch Modernisierung und Instandsetzung und Mietwohnungsneubau.
  • Entwicklung eines Ortsgestaltungskonzeptes für den Ortskern.
  • Ortsteilübergreifend: Erstellung einer Gestaltungsfibel für öffentlich wirksame Gebäudeteile, Vorgärten und Straßenräume unter Einbeziehung von Entwässerungsanalage.
  • Jährliche Prämierung „Beste Ortsteilgestaltung“ eines Straßenraumes und einer Privatimmobilie.
  • Hochwertige Ausführung der Straßenraumgestaltungen im Zuge der Umbaumaßnahme.
  • Förderung der mittelständischen Gewerbetreibenden durch ergänzende Angebot wie z.B. eines Unternehmerstammtisches.
  • Ortsteilübergreifend: Ausarbeitung von Angeboten für und von Unternehmen im Rahmen von Festen, Veranstaltungen im Ortsteil und Park, z.B. in Form einer Gewerbeschau.
  • Sicherstellung der Nahversorgung und eines generationengerechten Wohnumfeldes durch mobile Angebote privater Anbieter.
  • Realisierung von Gehwegen an stark befahrenen Straßen mit ÖPNV-Funktionen insbesondere Kiekebuscher Straße, Ausstattung aller Bushaltestellen mit Borden oder Hochborden.
  • Angebot einer besseren Busanbindung nach Sachsendorf.
  • Nutzung eines „schwarzen Brettes“ für private Bring- und Abholdienstleistungen an zentraler Stelle, ergänzend zur Nachbarschaftshilfe.
  • Einbindung des Ortsteils in Aktivitäten wie Feste und Veranstaltungen des Branitzer Parks und des Tierparks.
  • Fortsetzung des gemeinsamen Arbeitskreises aller Veranstalter in Branitz und Überprüfung von Kopplungsmöglichkeiten und Abstimmung von Großveranstaltungen mit dem Ortsteil.
  • Gewährleistung einer attraktiven Radwegeanbindung von Branitz an die Innenstadt (einschließlich der Südstadt). Kriterien: sicher, beleuchtet und ausreichend breit.
  • Realisierung einer der Varianten: Beleuchtung Tierparkstraße/Kiekebuscher Straße, Nutzung des Hauptweges im Branitzer Park (Orangerie), Umfahrung Branitzer Park (Beleuchtung der letzten 500m Pücklerallee), sowie der Wirtschaftsweg der Gärtnerei einschließlich Beleuchtung.
  • Ersatz für die Hermann-Löns-Brücke als Anbindung in die Südstadt.
  • Verknüpfung Branitz mit dem Cottbuser Ostsee über Fahrradanbindungen sowie Marketingmaßnahmen.
  • Eine externe Radwegeanbindung an den Cottbuser Ostsee, (ein Förderantrag Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr wurde bereits gestellt).
  • Ausbau der Kiekebuscher Straße, mindestens ein einseitiger Gehweg.
  • Realisierung des 2. und 3. Bauabschnittes der Ortsumgehung.
  • Ortsteilübergreifend: Umsetzung eines touristischen Informations- und Leitsystem für den Radverkehr der Stadt Cottbus und der Stiftung Fürst Pückler Museum Park und Schloß Branitz.
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich Kiekebuscher Straße/Pücklerstraße.
  • Einmündung Buchenweg durch ergäzendes Schild hervorheben (wird als Waldweg wahrgenommen), Wahrung der Vorfahrtsregeln beachten.
  • Sukzessive Abarbeitung des Hochwasserschutzkonzeptes.
  • Entwicklung einer Dorfmitte mit sozialer und funktionaler Bedeutung sowie repräsentativer Gestaltung im Bereich „Branitzer Dorfmitte bis Pücklerstraße“ unter Einbeziehung des Spielplatzes (sozialer Treffpunkt).
  • Offene Planungswerkstatt im Ortsteil.
  • Erhalt, Sanierung und ggf. Anbau der Sportlergaststätte (insbesondere Sanitäranlagen und Saalgröße).
  • Zurückführung des Gewächshauskomplexes in die Landschaft des Branitzer Parks.
  • Instandhaltung und Ergänzung der vorhandenen Sitz-und Rastplätze, sowie der Fahrradstellplätze.

Teile des Ortentwicklungskonzeptes wurden bereits, bzw. werden noch umgesetzt.

 

Straßennamen

Vorwort

Branitz Siedlung gehört nicht zum Verwaltungsbezirk Branitz, somit sind die Straßen der Siedlung auch nicht aufgeführt (siehe Artikelanfang Verwaltungsgrenzen).

1 Am Dorfgraben
2 Am Mittelgraben
3 Am Parkrand
4 Am Wappenhaus
5 An der Aue
6 An der Friedenseiche
7 Auen Winkel
8 Branitzer Dorfmitte
9 Buchenweg
10 Dorfaue
11 Eichenweg
12 Erlenweg
13 Englische Allee
14 Kastanienallee
15 Kiekebuscher Hauptstr.
16 Markgrafenmühlenweg
17 Museumsweg
18 Parkbahnstr.
19 Pücklerstr.
20 Robinienweg
21 Seerosenwg
22 Spreewehrstr.
23 Tierparkstraße
24 Rosenwinkel
25 See Aue
26 Waldesruh
27 Zum Seebad

Alle Straßennamen beziehen sich auf die nähere Umgebung, bzw. Landschaft. Aus diesem Grund kann auf eine erklärende Erleuterung verzichtet werden.

 

Angebote

Parkeisenbahn

Ein beliebtes (Cottbus prägendes) Ausflugsziel ist der Landschaftspark und der Tierpark. Beide Parkanlagen verbindet seit 1954 die Cottbuser Parkeisenbahn (ursprünglich Pioniereisenbahn). Die Strecke führt vom Bahnhof Sandower Dreieck bis zum Bahnhof Park & Schloss Branitz, der bis 2011 noch Bahnhof Friedenseiche hieß.

 

Die namengebende Friedenseiche in Branitz zählte zu den bekanntesten Tanz- und Ausflugslokalen der Cottbuser. Das 1910 eröffnete Haus verfügte über einen Saal mit 500 Plätzen, drei Gasträumen mit 200 Plätzen und einen Kaffegarten mit 600 Plätzen. Bekannt war es für eine regionale Spezialität: die Lausitzer Hefeplinse. 1995 wurde die Gaststätte geschlossen und 2010 trotz Denkmalschutz nach längerem Leerstand zum Abriss freigegeben.

Ein weiteres sehr beliebtes Ausflugsziel ist der Park Branitz (LSG Branitzer Parklandschaft) (hierzu weitere Informationen).

Tierpark

Ein immer wieder gern besuchtes Ziel, der Tierpark Cottbus. Nähere Information hier klicken

 

 

 

Quellenangabe:

wikipedia, Cottbus-Fotos, Stadtverwaltung, Beratungsbüro CIMA,

 

Redaktionsschluss und Veröffentlichung: 13.September 2019, Überarbeitung 17.September 2019