Raumflugplanetarium Cottbus

Am 19. Juni 2013 fand die Neueröffnung des Planetariums mit einer festlichen Veranstaltung statt. Zu den zahlreichen Gästen gehörten die brandenburgische Bildungsministerin, Frau Dr. Martina Münch, der Cottbuser Oberbürgermeister, Herr Frank Szymanski, Vertreter der Stadt Zielona Gora und der beiden Universitäten, BTU und Hochschule Lausitz Cottbus.

Foto: F. Salzmann

 

 

 

Dieses historische Foto  zeigt neben Frank Szymanski und Gerd Thiele den Geschäftsführer der Firma R.S.A., Herrn Benjamin Cabut, und den Geschäftsführer der japanischen Firma Goto, Herrn Nobutaka Goto bei der Festveranstaltung.

Foto: Planetarium

 

 

 

 

Zu diesem Anlass hatte die Eigenproduktion „Von Fröschen, Sternen und Planeten“ Premiere.

Foto: F. Salzmann

 

 

 

 

 

Das neu eröffnete Planetarium zog eine große Menge von Besuchern an. Seit der Wiedereröffnung bis zum Jahresende wurden fast 14.000 Besucher gezählt.

Zum 1. Januar 2014 bekam das Team vom Planetarium Verstärkung. Eine Technikerin wurde eingestellt. Das Planetarium hat nun vier Mitarbeiter. Neben dem Geschäftsführer, Herrn Thiele und der Sekretärin, Frau Brückner, ergänzen die beiden Techniker Frau Gorenz und Herr Sebastian Thiele das Team.

 

Im April 2014 wurde das Planetarium 40 Jahre alt und feierte dies mit einer „ langen kosmischen Nacht“.

Auch Sigmund Jähn war dazu eingeladen worden. Er war leider verhindert, schickte aber Grüße zum Cottbuser Planetarium.

Foto: R. Ufer

 

 

 

Das gesamte alte Team war anwesend. Günter Golka erinnerte sich vor dem Publikum an vergangene Zeiten.

 Foto: R. Ufer

 

 

 

 

 

In den 40 Jahren Planetariums Geschichte hat sich viel verändert, besonders auch bei den Programmen, erklärte Herr Thiele. Die alten Programme von einst sind mit der neuen Technik nicht mehr vorführbar. Sie müssten umgeschrieben und digitalisiert werden. Ein altes Programm von Herrn Müßiggang („Der Mond auf Wanderschaft“) ist von Herrn Thiele umgeschrieben worden.

Heute schreibt Herr Thiele die meisten Produktionen für das Cottbuser Planetarium, auch in Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltern. Es werden aber auch Lizenzproduktionen vorgeführt, denn ein eigenes Programm zu entwickeln ist teuer und zeitaufwendig, erzählte mir Herr Thiele. Um eine neue Idee umzusetzen, kann es bis zu neun Monate an Zeit und bis zu 10.000 Euro an Kosten verursachen.

Zum jetzigen Zeitpunkt verfügt das Planetarium über sieben Programme für Erwachsene und sieben für Kinder. Im Herbst kommen noch jeweils drei Programme dazu:

Zum Beispiel das Programm „Jemand frisst die Sonne auf“ ist für Kinder ab 4 Jahre geschrieben worden. Hierbei erleben Tiere auf einem Bauernhof gemeinsam mit den Kindern eine Sonnenfinsternis. Die Kinder werden zum Mitmachen und Zaubern aufgefordert. Ob es gelingt die Sonne wieder scheinen zu lassen wird nicht verraten. Das sollen die Kinder im Planetarium selbst erleben.

 

Prospekt: Planetarium

 

 

 

Die Vorführung „Weißt du welche Sterne stehen?“ ist für Kinder und Erwachsene gedacht. Man lernt Sterne und Sternbilder durch den einen oder anderen Trick zu finden. Da sich der Sternenhimmel ständig verändert, gibt es monatlich eine neue Vorführung.

 

Prospekt: Planetarium

 

 

 

 

Jeder, auch die älteren Generationen unter uns, kennen die Geschichte von Tabaluga. Erstmals kam das, von Peter Maffay gesungene und von Gregor Rottschalk erzählte, Rockmärchen des kleinen Drachen Tabaluga 1983 auf den Markt. Seitdem hat Tabaluga viele Abenteuer bestehen müssen. Im Jahr 2011 erschien eine neue Geschichte  „Tabaluga und die Zeichen der Zeit“. Dieses Märchen, für Kinder und Erwachsene, wurde für eine Fulldome Musikshow in 3D aufbereitet.

 

Prospekt: Planetarium

 

 

Für Musikfreunde bietet das Planetarium zur Zeit fünf Fulldome – Musikshows an. Im Herbst kommt die nächste Show dazu.

Die nächste Jahresendshow ist schon in Planung, verriet Herr Thiele. Es ist manchmal gar nicht so einfach, neue Themen zu finden. Bis Zum Urlaub sammelt er Ideen und danach geht es an die Umsetzung. Von Weihnachten bis Silvester soll die Show dann wieder bei fünf bis sechs Veranstaltungstagen angeboten werden.

Die Preise für eine Eintrittskarte für normale Programme liegt zwischen 2.50/3.00 Euro pro Kind/Jugendlicher in einer Schülergruppe und 4.00/5.00 Euro für Erwachsene, Ermäßigte 3.00/4.00 Euro. Live-Shows/Musik-Shows kosten ab 4.50/6.50 Euro.

Nach den Zukunftsplänen befragt, wünscht sich Herr Thiele immer gute Ideen für eigene Produktionen. Das lockt die Besucher ins Planetarium und füllt außerdem die Kasse. Denn neben den  anstehenden laufenden Kosten müssen ja auch Rücklagen gebildet werden, sagte Herr Thiele. Auch die gute Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Planetarien soll bestehen bleiben und ausgebaut werden.

Es ist dem Team um Herrn Thiele zu wünschen , dass diese Pläne nicht nur in den Sternen stehen, sondern auch in Erfüllung gehen. Das Planetarium sollte noch viele lange Jahre bestehen bleiben, damit wir dann im Jahr 2074 auf eine 100  jährige Cottbuser Planetariums Geschichte zurückblicken können.

Bei meiner Recherche über die mehr als 40 Jahre bestehende kulturelle Einrichtung von Cottbus hatte ich viele Helfer und Zeitzeugen, die mir bereitwillig Auskunft über den Bau und die Geschichte des Planetariums  gaben.

Dazu zählten die ersten Mitarbeiter des Planetariums, Herr Golka und Herr Müßiggang, denen ich dafür danke. Ein Dank geht auch das Ingenieurbüro B I S Schmidt & Salzmann GbR für die Einblicke zum Umbau des Planetariums.

Desweiteren möchte ich mich bei den Urhebern der Fotos bedanken, die ich veröffentlichen durfte.

Ein ganz besonderer Dank geht an Herrn Thiele, der mich zu jeder Zeit bei meinen Recherchen beraten und unterstützt hat.

Für die technische Unterstützung bedanke ich mich bei dem gesamten Team des Lichtblick Cottbus e.V.

 

Günter Heimhilger

 

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