Sandow

Gestern und Heute

Der Stadtteil Sandow befindet sich östlich der alten Stadt Cottbus rechts der Spree. Die Sandower Straße wurde damals als alte Fernhandelsstraße von Cottbus nach Osten genutzt. Sandow ist mittlerweile der Stadtteil mit der höchsten Einwohnerzahl. Sie  beläuft sich auf 15.837 (Stand 31. Dez. 2017). 

      Inhaltsverzeichnis

    

Stadtplan Sandow bei  google maps anzeigen

 

Allgemeines/Geschichte

Erstmals wurde Sandow 1451 erwähnt. Der ursprüngliche Name lautete Sandau, so die Einschätzung von Regionalhistorikern, was so viel heißt wie sandige, feuchte Niederung). Es folgten weitere Namen wie Sandowe und Zandow.

Der heutige Name Sandow lässt sich auch herleiten z. B. im Sinne der Bewegungstherapie des Sports, in Verbindung mit dem am Schönheitsideal orientierten Körperkult. Eine tatsächlich erwiesene Bedeutung lässt sich hier allerdings nicht herleiten, wäre aber eine weitere mögliche Erklärung.

Vielfach wurde Sandow auch als Vorstadt von Cottbus bezeichnet. Anfänglich haben sich hier Fischer und Viehbauern angesiedelt. Durch die Lage und Größe der Höfe in unmittelbarer Flussnähe bestand der Haupterwerb unter anderem aus Fisch und Meeresfrüchten, wie Karpfen, Forellen, Hechte, Aale, Lachse, Flusskrebse sowie Muscheln usw.  Nach dem Jahrhunderthochwasser 1306 und Missernten 1312-1314 siedelten sich zuerst 10 bis 12 Großfamilien an, zugezogen wahrscheinlich aus dem Spreewald. Es handelte sich vermutlich um sogenannte Hungernomaden. Die Höfe und Siedlungen waren der Überlieferung nach unter militärischen Gesichtspunkten errichtet. Lediglich der Dorfkern Am Anger durfte frei bebaut werden. Angelegt wurde dieser auf einem erhöhten Gelände des Uferbereiches an der Spreebrücke. Die ersten Sandower lebten in sogenannten Wohnstallhäusern eingedeckt mit Stroh.

Anfang des 14. Jahrhunderts bestimmten Fischfang (noch mit Korbreusen) und Viehhaltung den Alltag in den besiedelten Teilen. Im Jahre 1615 brannten 55 Häuser bei einem Feuer nieder. Hinzu kam, dass Raubritter ein Jahrhundert lang die Siedlungserweiterung behinderten. Erst mit dem Machtantritt des brandenburgischen Kurfürsten Joachim I.(1499-1535)  wurde rigoros gegen diese Raubritter vorgegangen. 1506 ließ der Kurfürst 70 Wegelagerer, darunter sogar 40 Adlige aufhängen. Die so neu gewonnene Sicherheit nutzten die Sandower Dorfbewohner zunächst zum Weinanbau. Ein bisher genutzter Feldweg wurde gleichzeitig für Fuhrwerke verbreitert, somit konnte der Handel auch nach auswärts betrieben werden. 1750 endete allerdings der Weinanbau und die Familie Waschan kultivierte  großflächig Ackerland. Am 1. September 1817  wurde hier ein Gartenlokal eröffnet (Waschans Lokal). In Karten des 19. Jahrhunderts entstand so der Waschans Weg, der 1900 in Waschanstraße umbenannt wurde (Heute Bodelschwinghstraße). Kurfürst Joachim I. beschränkte die Erwerbsmöglichkeiten allerdings. Handeln durfte nur, wer Mitglied der Cottbuser Handwerkszunft war, was den meisten Sandowern verwehrt wurde. Lediglich für den Eigenbedarf durften Waren hergestellt werden. Ebenfalls wurde  das Bierbrauen und der Ausschank von fremden Bieren verboten. Ausgenommen von diesem Verbot war nur der in Sandow wirkende Dorfschulze (Bürgermeister, bzw. Dorfvorsteher), für dessen Hof seit einem Jahrhundert ein erbliches Braurecht bestand. Noch im gleichen Jahr wurde auch der Direktverkauf von Schafswolle verboten. Ausgenommen von diesem Verbot waren überschüssige Bestände, die ausschließlich an zugereiste Wollhändler verkauft werden durften. Sehr zum Nachteil wirkte sich für die Dorfentwicklung auch das Verbot aus, generell bäuerliche Produkte in den Dörfern zu verkaufen. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erhielt Sandow allerdings in der Amtszeit des Markgrafen Johann V., dem durch eine Erbteilung im brandenburgischen Kurfürstentum, die gesamte Neumark  und die Herrschaft Cottbus zugefallen war. Ab 1537 unterstützte er sehr konsequent die protestantische Reformationsbewegung. Von dem Zeitpunkt an gingen die Sandower, wie auch Bewohner anderer Ortsteile wieder zum Gottesdienst in die zum Klosterareal gehörende Kirche, die umgangssprachlich „Wendische Kirche“ genannt wurde, weil hier die Pfarrer vorzugsweise wendisch predigten. 1538 konfiszierte der Markgraf den Hospitalbesitz der römisch-katholischen Augustiner in der Sandower Gemarkung. Die Ländereien wurden an Sandower Bauern verpachtet. Allein der dazugehörige Weinberg wurde Dorfarmen im Hospital kostenlos überlassen. Einigen Sandowern gelang sogar der Zugang zur Cottbuser Zunft der Leinenweber, weil die privilegierte Zunftordnung 1539 gelockert worden war. Einen weiteren Aufschub erlangte die Dorfentwicklung Sandows durch die meißnische Uradelsfamilie Zabeltitz. Sichere Militär- und Handelsstrassen wurden nun auch von Sandower Bauern genutzt. Mitten in der Heidelandschaft erschlossen die Bauern eine neue pastwa (zu deutsch Hutung, Weideland). Motiviert durch den steigenden Rohstoffbedarf der Cottbuser Tuchmacher wurde hier vorrangig Schafhaltung betrieben. Die gestiegende Lebensqualität ermutigte die Bauern sogar Feuchtwiesen am Sandower Spreebogen urbar zu machen. Auf der so erweiterten Feldflur war nun Platz für weitere Hüfner- und Büdnerhöfe. Während die Sandower anfänglich ihren Pachtzins überwiegend in Naturalien beglichen, konnten jetzt immer mehr Geldbeträge gezahlt werden (ca. 60 Gulden pro Monat). Auch bedingt durch den Fleiß der Sandower Bauern wurden sie für Frondienste ( vron = was dem geistlichem oder weltlichem Herrn gehört, fron=Herr) auch außerhalb des Ortes eingesetzt (z.B. Aushebung der Peitzer Teiche und des Hammergrabens, Bau des großen Spreewehrs, oder Transport von Erdreich und Baumaterialien). Im 19. Jahrhundert wurde dieser Stadtteil Industriestandort. Seit 1893 verkehrte auch eine Straßenbahn nach Cottbus (Heute die Linie 2). 1904 wurde der Ort dann nach Cottbus eingemeindet. In den 1950er Jahren entstand ein großes Neubaugebiet, das den Ortsteil bis heute prägt. 1982 benannte sich sogar die Rockband Sandow nach diesem Stadtteil. Ebenfalls gingen Persönlichkeiten aus Sandow hervor, wie Hermann Grabe (geb. 24. Februar 1874, verstorben im 20. Jahrhundert). Er war Bergmann von 1901 bis 1907. Er wurde Mitglied der SPD und der Gewerkschaft. Von September 1907 bis Januar 1920 dann unter anderem hauptberuflicher Bezirksleiter des Deutschen Bergarbeiterverbandes, oder Albert Förster (geb. 21. Februar 1888, gest. 09. Januar 1958). Er war deutscher Arbeiterführer und Widerstandskämpfer   gegen den Nationalsozialismus, oder Willi Budich (geb. 16. April 1890, gest. 22. März 1938). Er war Politiker in der KPD. und schließlich von Anfang an lebte Frau Gudrun Hibsch in Sandow. Sie setzte sich für eine persönliche Zukunftsplanung mit Menschen ein, denen nicht zugetraut wird, dass sie für sich selbst sprechen können.

Zur Geschichte ebenfalls erwähnenswert das im Krieg zerstörte Seidenbauhaus Sandower Str. 18. Mehr dazu im Beitrag Seidenspinnerei.

Spreepartie mit wiederaufgebauter Brücke heute.

Gewissermaßen ein Wahrzeichen für Sandow ist die Sandower Brücke.

  

 

Einwohnerzahlen

Die Einwohnerzahlen in Cottbus steigen stetig, besonders betroffen davon ist der Ortsteil Sandow. Sicherlich ist dies beeinflusst durch die Zuwanderung von Flüchtlingen, aber nicht nur. Viele Einwohner aus dem Umland geben altersbedingt ihr Eigenheim auf und ziehen in eine Stadtwohnung. Einer der Gründe hierfür ist, dass die Wohnungsbau-Gesellschaften im Zuge der Sanierung immer mehr auf eine entsprechende Barrierefreiheit achten.

Interessant zu beobachten hinsichtlich der Wanderungsbewegung ist der Einfluss des Strukturwandels in den einzelnen Stadtteilen. Stadtumbau und  Rückbaumaßnahmen führten zu einer Verlagerung, so zog es Einwohner aus Sachsendorf nach (Neu) Schmellwitz (jährlich ca. 400 Personen), aber auch andere Ortsteile profitierten von diesen Wanderungen. Bedingt durch Rückbaumaßnahmen zogen die meisten Personen, von Schmellwitz nach Sandow. Aber auch Ströbitz und die Spremberger Vorstadt waren häufig Ziel. Im Rahmen des Stadtumbaus spiegelt sich die Wanderungsbilanz in den Ortsteilen mit den meisten Plattenbaugebieten wieder. Tendenziell lässt sich vorausschauend bis 2035 die Prognose aufstellen, dass durch den andauernden Strukturwandel die Bevölkerungsentwicklung sich eher nach unten   bewegen könnte. Welche Stadtteile davon provitieren oder nicht hängt sicherlich von unterschiedlichen Faktoren ab.
 
Einwoh. ges. 2013 2015 2020 2025 2030 2035
  99.448 99.040 97.340 95.195 92.775 88.960
Die Erhebung basiert unter anderem aufgrund der Annahme, dass im Laufe der Jahre altersbedingt die Sterberate höher als die Geburtenrate sein wird. Allerdings existieren bedingt eben durch den Strukturwandel auch andere Prognosen.

Sandow 15.837 16.960 +1.123 +7,1%
  31.12.2017 01.01.2025 Zunahme  
Quelle Stadtverwaltung Cottbus, Stadt Cottbus der Oberbürgermeister  

 

Entwicklung

Wie innovativ und schnell die Entwicklung Sandows fortgeschritten ist und nachwievor schreitet, wird deutlich, da bereits 1902 im Stadtteil (durch die eG Wohnen umgesetzt), in der Kahrener Str. zwei energieautake Mehrfamilienhäuser  gebaut wurden, die sich nach noch heute geltenden Standard bis zu 70% im Jahr selbst mit Wärme und Strom aus der Sonne versorgen. Man bedenke, dass der heutige Standard in der Energiegewinnung gar nicht so neu ist, wurden beim Bau dieser Häuser doch bereits neueste Materialien verwendet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. August 1902. Nach dem Prinzip des Sonnenhaus-Konzeptes entstanden diese Häuser für eine optimale aktive wie auch passive Nutzung der Solarenergie. Die Gebäude wurden mit jeweils 600 m² beheizter Wohnfläche mittels hoch wärmedämmendem Ziegelmauerwerk errichtet. Eine zusätzliche Dämmung mit entsprechenden Wärmematerialien war somit nicht notwendig. Die um 50° steileren Dächer garantieren, dass im Winter bei tiefer stehender Sonne viel Wärme und Strom erzeugt wird. Verantwortlich für die Energiegewinnung sind nach Süden ausgerichtete Solarwärmekollektoren und Solarstrommodule. Die Anbringung erfolgte auf dem Dach und an den Fassaden. Erzeugte Heizenergie, die gerade nicht benötigt wird, fließt in einen ca. 25 m³ fassenden Langzeitwärmespeicher, die für einen späteren Verbrauch bereitgestellt wird, ebenfalls wurden für die Speicherung des Solarstroms Lithium-Ionen-Akkus eingebaut. Eine Innovation die sich hinter heutigen Standards in keiner Weise verstecken musste. 

Sandow hat sich in den letzten Jahren sehr zum positiven verändert. Grund hierfür war die Aufnahme des Stadtteils in das Bund- Länder-Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“, so konnten dank der damit verbundenen Fördermittel zahlreiche Projekte verwirklicht werden. „Aufwertung des Stadtteilzentrums, die Modernisierung von Wohnungen, die Gestaltung des Spreeufers, die Errichtung des Grundschulzentrums, die Sanierungen der Theodor-Fontane-Gesamtschule und der Christoph-Kolumbus-Grundschule sowie weitere Maßnahmen zur Erneuerung der Wege.“ Allerdings sind viele Projekte noch nicht abgeschlossen. „Das großzügige Wohngrün weiter zu gestalten, die Lage an der Spree zu verschönern, die Nähe zur Altstadt noch mehr an Sandow zu binden, den Branitzer Park weiter zu ergänzen und die Anbindung zum künftigen Ostsee“ sind nennenswerte Aufgaben.

Straßennamen/Bedeutung

Lfd.Nr. Straße Bedeutung
1 Albert-Förster Straße Albert Förster (21. Februar 1888 in Sandow geboren;  9. Januar 1958 gestorben). Er war ein deutscher Arbeiterführer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
2 Am Anger Erinnert an den früheren Dorfanger als Teil der Dorfaue.
 3 Am Doll Vermutlich eine Beurteilung im Sinne von toll, Klasse, hier wurde eine Großraumsiedlung gebaut.
4 Am Eliaspark

Der Eliaspark entstand 1902 durch eine Stiftung des Kommerzienrates Elias. Dieser dreieinhalb Hektar große Park stand unter der Regie des Cottbuser Verschönerungsvereins.

 

 

 

 

Am Eliaspark 1 befindet sich das Stadion der Freundschaft.

 

Nähere Infos

5 An den Weinbergen

Resultiert aus den früher bewirtschafteten Weinbergen.

6 Anton-Bruckner-Straße

Möglicher Zusammenhang zu Joseph Anton Bruckner. Er war ein österreichischer Komponist der Romantik, sowie Organist und Musikpädagoge.

7 Bleyer Straße

Keine konkrete Erläuterung zum Namen gefunden.

8 Böcklin Platz

Keine eindeutige Erleuterung zum Namen vorhanden.

 9 Bodelschwinghstraße

Der Name Bodelschwingh bedeutet: Der Friedensreiche (althochdt. Pfarrer). Friedrich von Bodelschwingh war Sohn eines hohen preußischen Beamten und einer rheinischen Adelsfamilie. Es existieren mehrere Bodelschwinghsche Stiftungen, z.B. Bethel.

Ehemaliger Straßenname war Waschanstraße.

10 Busch Straße

Keine eindeutige Erleuterung zum Namen vorhanden.

11 Clementine Straße Keine eindeutige Erleuterung zum Namen vorhanden.
 12 Curt-Möbius-Straße

Keine eindeutige Erläuterung zum Namen vorhanden.

Ehemaliger Straßenname war Otto-Grotewohl-Straße.

13 Damaschke Allee

Keine eindeutige Erläuterung zum Namen vorhanden.

14 Defregger Straße

Keine eindeutige Erläuterung zum Namwn vorhanden.

 15 Dissenchener Straße Straße von Sandow zum Ortsteil Dissenchen.
 16 Fährgasse

Vermutlich einstige Handelsstraße über die Spree.

Ehemaliger Straßenname war Otto-Thiele-Straße.

17 Feuerbachstraße

Keine eindeutige Erläuterung zum Namen vorhanden.

18 Forster Straße

Keine eindeutige Erläuterung zum Namen vorhanden.

 19 Elisabeth-Wolf-Straße

Elisabeth Wolf 1873 in Cottbus-Sandow geboren. Gestorben 1964. Sie war eine Künstlerin. Nähere Angaben hierzu sind nicht bekannt.

Ehemaliger Straßenname war Rudolf-Rothkegel-Straße.

 20 Elisabeth-Wolf-Ufer Befindet sich an der Spree.
21 Franz-Blümke-Straße Textilfabrikant und Ehrenbürger von Cottbus (1851–1925), Arbeiter und Opfer des Kapp-Putsches aus Guben († 1920).

 22 Georg-Schlesinger Straße

Georg Arthur Schlesinger (geboren am 26. Februar 1870 in Frankfurt (Oder), gestorben im  September 1942 im Vernichtungslager Treblinka). Er war ein deutscher Kaufmann und letzter Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Cottbus. 

Ehemaliger Straßenname war Michael-Bey-Straße.

23 Hans-Beimler-Straße Hans Beimler wurde am 2. Juli 1895 in München als Johannes Baptist Beimler geboren und starb am  1. Dezember 1936 vor Madrid. Als deutscher Politiker in der KPD wurde er als kommunistischer Reichstagsabgeordneter bekannt. Ein direkter Zusammenhang zum Straßennamen ist nicht eindeutig belegt.
 24 Hain-Straße Vermutliche Herkunft von Hain (kleiner Wald, Gehölz).
 25 Heinrich-Albrecht-Straße

In Sandow wurde 1993 eine Straße nach Heinrich Albrecht benannt.

Ehemaliger Straßenname war Michael-Bey-Straße.

26 Heinrich-Zille-Straße

Heinrich Zille war Sohn des Uhrmachers Johann Traugott Zille und dessen Ehefrau Ernestine Louise, geb. Heinitz, einer Bergmannstochter aus dem Erzgebirge.

27 Holbein Straße

Keine konkrete Erklärung zum Namen gefunden.

28  

 

 29 Herrmann-Straße

Keine konkrete Erklärung zum Namen vorhanden.

In der Herrmann-Straße 13 befindet sich der Stadtteilladen.

 

Nähere Infos zum Stadtteilladen

 

Ehemaliger Straßenname war Bruno-Dickhoff-Straße.

 30 Herrmann-Hammerschmidt-Str.

Benannt nach Hermann Karl Siegfried Franz Hammerschmidt (geboren am 21. August 1887 in Cottbus, gestorben Dezember 1944 im Arbeitserziehungslager Oderblick bei Schwetig). Er war ein deutscher Rechtsanwalt und Notar.

Ehemaliger Straßenname war Edgar-Andrè-Straße.

31 Hüfnerstraße Benannt nach einem Bauern, dem sog. Hüfner, der als Grundbesitz eine oder mehrere Hufen Land bewirtschaftet.
32 Jacques-Duclos-Platz Benannt nach Jacques Duclos (geboren 2. Oktober 1896 in Louey, Département Hautes-Pyrénées, gestorben am 25. April 1975 in Montreuil). Er war ein französischer kommunistischer Politiker.
33 Kahrener Straße Anzunehmender Zusammenhang mit dem Ortsteil Kahren.
34 Käthe-Kollwitz-Straße Vermutlicher Zusammenhang zu Käthe Kollwitz. Sie war eine deutsche Grafikerin, Malerin und Bildhauerin und zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
35 Leistikow Straße

Keine konkrete Erklärung zum Namen vorhanden.

36 Lenbacher Straße

Vermutlicher Zusammenhang zu Franz Seraph Lenbach, seit 1882 Ritter von Lenbach. Er war ein deutscher Maler.

37 Liebermann Straße

Vermutlicher Zusammenhang zur jüdischen Familie Liebermann und stammt aus England. Reichtum erlangten sie durch den Kaufmann Joseph Liebermann. Er gründete das Unternehmen AEG.

 38 Lindenplatz

Steht für Einbahnstraße, oder Straße mit mehreren Fahrbahnen.

Ehemaliger Straßenname war Heinrich-Mosler-Straße.

39 Lovis-Corinth-Straße

Anzunehmender Zusammenhang zu Lovis Corinth. Er war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker und zu den wichtigsten und einflussreichsten Vertretern des deutschen Impressionismus.

 40 Max-Grünebaumstraße Keine konkrete Erklärung zum Namen vorhanden.
41 Menzel Straße Keine konkrete Erklärung zum Namen vorhanden.
42 Merzdorfer Weg Verläuft von Sandow zum Ortsteil Merzdorf.
 43 Muskauer Straße

Wahrscheinlich benannt nach der gleichnamigen Stadt. Hier befindet sich auch der Muskauer Platz mit dem 100 Jahre alten Schulgebäude, die Blechen Schule. 

 

 

 

 

Ebenso befindet sich hier auch das Warmbad, es beherbergt heute eine Physiotherapie.

 

 

 

 

 

Ehemaliger Straßenname war Artur-Becker-Straße.

44 Paul-Greifzu-Straße

Paul Greifzu (geboren 7. April 1902 in Suhl,  gestorben am  10. Mai 1952 bei Dessau). Er  war ein deutscher Rennwagenfahrer. Eine Paul-Greifzu-Straße existiert heute auch noch in Hohenstein-Ernstthal und Riesa.

45 Peitzer Straße

Hat den Namen erhalten, weil sie lange Zeit als Handelsverbindung nach Peitz galt.

46 Petzold Straße

Keine konkrete Erklärung zum Namen vorhanden.

47 Sandower Hauptstraße

Sie ist die zentrale Verlängerung der Sandower Straße.

48 Sanzebergstraße

Benannt nach dem Sanzeberg. Für die älteren Bewohner existiert hier ein Häuserkomlex für betreutes Wohnen.

 

Seniorenpark SandowBildergebnis für Wanderwege in Cottbus Sandow

 

 

 

 

Ehemaliger Straßenname war Georg-Dix-Straße.

49 Selbsthilfe Siedlung

Keine konkrete Erklärung zum Namen vorhanden.

50 Stadtring

umschließt teilweise das Zentrum bis Sandow.

51 Thomas-Müntzer-Straße (auch Münzer)

Wahrscheinlich benannt nach Thomas Müntzer geboren im Jahr 1489 in Stolberg, gestorben 27. Mai 1525 bei Mühlhausen, Freie Reichsstadt) war ein Theologe und Reformator.

52 Warschauer Straße

Vermutlich benannt nach der gleichnamigen Stadt.

53 Wehrpromenade

Angelehnt an die Spreebrücke.

54 Willy-Jannasch-Straße

Willy Jannasch (geboren 3. September 1905 in Cottbus, gestorben 30. September 1938 im Zuchthaus Brandenburg-Görden). Er war ein deutscher Widerstandskämpfer.

Ehemaliger Straßenname war Merzdorfer Straße.

55 Willy-Brandt-Straße

Vermutlich benannt zu Ehren von Alt-Bundeskanzler Willy Brandt.

Ehemaliger Straßenname war Heinrich-Rau-Straße.

56 Wilhelm-Busch-Straße

Möglicher Zusammenhang zu dem humoristischen Dichter.

57 Wilhelm-Riedel-Straße

Ferdinand Wilhelm Riedel (geboren 13. Juni 1829 in Cottbus, gestorben 23. Januar 1916 in Berlin). Er war ein deutscher Tuchfabrikant und Wohltäter. Aus einfachen Verhältnissen stammend, gründete er 1853 seinen ersten Betrieb in Peitz.

Ehemaliger Straßenname war Otto-Thiele-Straße.

Eine bebilderte Einsicht in weitere Straßen unter Cottbuser Ansichten.

Angebote

In der Bodelschwingh Straße befindet sich die Diakonische Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung. Neben den wöchentlichen Angeboten, können vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten genutzt werden. Auf dem Bolz- und Beachplatz wird eifrig gekickt, die Tischtennisplatte, der Basketballkorb sowie die Badmintonanlage laden immer wieder zu neuen Herausforderungen ein und bei schlechtem Wetter fordert man den „Gegner“ zu Tischfußball, Dart oder Billard im Innenbereich heraus, um nur einige der Möglichkeiten zu nennen.

Seit 20 Jahren ist die Erziehungs- und Familienberatungsstelle am Brandenburger Platz 59 aktiv. Eltern, Kinder, Jugendliche oder andere Personen aus dem sozialen Umfeld, die Probleme haben, können hier fachliche Hilfe erhalten. Beispielsweise Beziehungsprobleme, Schul- oder Lernschwierigkeiten, Trennung und Scheidung, Gewalt- Missbrauchserfahrungen, Probleme in Partnerschaften, Sorgerechtsfragen, oder generell rechtliche Fragen. Im Erdgeschoss steht die gesamte Fläche für Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung, z.B pädagogisch betreute Angebote für Kinder im Alter von 7-14 Jahren. Ebenfalls können die Räumlichkeiten auch von sozialen Trägern genutzt werden. Auch unterschiedliche Sportgruppen trainieren hier, wie Zirkus und Akrobatik, Tanz, oder Fitness, etc.. Die Angebote des Familienhauses gehen über die hier erwähnten weit hinaus.

Im Bereich des Sports sind die Angebote sehr vielfältig, z.B. American Football, Snooker (ist eine Billardsportart), Tennis, Tischtennis, Volleyball, Handball, Fußball und mehr. Für den kulturellen, freizeitlichen und geistlichen Bereich ist Sandow ebenfalls sehr attraktiv, Bars und Kneipen, Diskotheken, Theater, Museen, Märkte und Kirchen. Auch die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig. Einkaufsmärkte wie REWE, Aldi, Rossmann, Lidl. und Dienstleistungs-Angebote wie Autowerkstätten, Fahrschulen, Apotheken, Friseure, Unternehmensberatungen, Ärzte und vieles mehr runden das Angebot ab.

Ausflugsziele in Richtung Spreewald oder zum Cottbuser Ostsee und nach Branitz sowie zum Cottbuser Zentrum sind von Sandow aus zentral sehr gut zu erreichen. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Straßenbahn oder Auto.

Unterstützt durch die beiden großen Wohnungsgesellschaften GWC GmbH und eG Wohnen 1902 ging 2009 der Stadtteilladen in der Hermannstraße 13 an den Start.  Bildergebnis für Bilder stadtteilladen SandowAls zentraler Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger in Sandow tagen hier wichtige Entscheidungsgremien wie der Bürgerbeirat, nur ein Teil der Aktivitäten. Nähere Infos zum Stadtteilladen

  

 

 

Zukunftsplanung

Die Zukunftsplanung gestaltet sich vor dem Hintergrund des ökologischen und wirtschaftlichen Stadtumbaus in Sandow. Im Rahmen der Streckenerweiterung ist die Verkehrsanbindung der Parkeisenbahn über den Bahnhof Sandower Dreieck hin zum Cottbuser Ostsee geplant. Eine Herausforderung, weil hier eben der Sandower Bahnhof sowie die Bahnstrecke nach Forst gequert werden müssen. Bildergebnis für Wanderwege in Cottbus SandowGenaue Termine hierfür sind nicht bekannt.

Zu den vielen geplanten Projekten darf an einem akuten Problem hinsichtlich der Zukunftsplanung nicht vorbei gesehen werden. Fachleute schätzen, das Sandow höchstens 10 Jahre bleibt, sich der Problematik einer zunehmenden Überalterung zu stellen. Wie auch in anderen Stadtteilen sinkt die Einwohnerzahl stetig, die Arbeitslosenquote unter den erwerbsfähigen Menschen ist überdurchschnittlich hoch, zusätzlich ist der Rentneranteil weitaus höher als der der Jugendlichen.

 

Bilder zu Sandow

 

  

Quellen

Stadtverwaltung Cottbus – Fachbereich Bürgerservice, Statistik, google maps, wiki-pedia, Stadtteil-Management, Familienhaus Cottbus-Sandow

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