Schulgeschichte von Cottbus

Inhaltsverzeichnis:

    1. Geschichte der Schulentwicklung von Cottbus
    2. Grundschulen von Cottbus
    3. Gesamtschulen von Cottbus
    4. Gymnasien von Cottbus
    5. Oberschulen von Cottbus
   6. Förderschulen von Cottbus
   7. Berufliche Bildung in Cottbus
   8. Andere freie Bildungseinrichtungen in Cottbus
   9. Literatur
 10. Einzelnachweise  

 

1.   Geschichte der Schulentwicklung von Cottbus

1.1 Schulentwicklung von der Ersterwähnung 1435 bis 1900

Die älteste schriftliche Erwähnung einer Cottbuser Schule geht in das Jahr 1435 zurück. Im Stadtbuch von Guben wird Jac. Domink als Schulmeister von Cottbus benannt. In der Nähe der Oberkirche wurde 1583/84 ein neues Gebäude für das Lyzeum gebaut. Dort befanden sich zwei Unterrichtsräume und eine Lehrerwohnung. Bei einem Stadtbrand im Jahr 1600 wurde dieses Gebäude zerstört. In den ersten Jahren konnten nur Jungen am Schulunterricht teilnehmen. Erst im Jahr 1579 eröffnete eine Mädchenschule. Die Kinder wurden hauptsächlich zur Gottesfurcht und Königstreue erzogen. Prediger, Küster und Katecheten (Religionslehrerkräfte) unterrichteten die Schüler. Die enge Verbindung von Kirche und Schule blieb noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestehen.

Der Pächter Krüger aus Komptendorf stiftete im Jahr 1744 Geld für eine Waisenschule. 1747 konnte ein eigener Bauplatz erworben werden und am 24.09.1749 wurde die Waisenschule in der späteren Wallstraße 55 feierlich eröffnet. Am 20.03.1820 erhielt das Cottbuser Lyzeum den Status eines Gymnasiums mit dem Namen „Friedrich Wilhelm III“. Die Dörfer Sandow und Brunschwig, damals natürlich noch nicht eingemeindet, bekamen jeweils eine eigene Schule.

Im April 1874 bezog die Augustaschule, eine „Höhere Töchterschule“, ihr Domizil in der heutigen Puschkinpromenade. Mädchen aus wohlhabenden Familien wurden hier unterrichtet. Zwischen den Jahren 1875 und 1884 gab es dort auch Seminare für Lehrerinnen. Zum 01.04.1895 wurde diese Privatschule von der Stadt übernommen. Auch die Stadt selbst errichtete 1875 eine Mädchenmittelschule. In der Dresdener Straße wurde am 16.05.1887 der Neubau der Elementarschule IV eingeweiht. Dort konnten jeweils sechs Mädchenklassen und sechs Jungenklassen unterrichtet werden. Zwei Jahre später erfolgte der Anbau eines Gebäudeflügels und 1901 wurde der westliche Teil für die „Martin-Luther-Schule“ angebaut.

In der Sandower Straße 19 entstand im Jahr 1896 eine Gemeindeschule. Diese wurde zeitweilig als Knabenmittelschule und kurze Zeit nach 1945 als Lehrerbildungsanstalt genutzt. Später war dort die „Gewerbliche Berufsschule“ und heute ist es das „Kaufmännische Oberstufenzentrum“.  

⇒ Zur Seite bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung)  – Entwicklung des Deutschen Schulsystems

1.2 Entwicklung der Schulen von 1900 bis 1945

Am 25.06.1910 wurde in der Sielower Straße ein neues Schulgebäude eingeweiht. Zu diesem Gebäude gehörten auch eine Direktorenvilla und eine Turnhalle. Im Jahr 1925 wurde das Gebäude geschlossen und 1932 als Pädagogische Akademie wieder eröffnet. Ein Jahr später wurde sie zur Hochschule für Lehrerbildung umgestaltet.

In Sandow eröffnete die 2. Realschule am 13.10.1913, nach den Bauplänen des Berliner Architekten Dr. Mäckelt erbaut. Mit Neuerungen im städtischen Bildungswesen begann das Jahr 1920. In der Augustaschule wurde im Januar die Volkshochschule eröffnet. Die Stadtverordneten beschlossen für das Jahr 1921 einen besoldeten Stadtschulrat einzusetzen. In diesem Jahr eröffnete die erste Schulzahnklinik und das Schulessen wurde eingeführt.

 


Foto Oben: Schulkind um 1930
Foto Links: Schulkind um 1900

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

⇒ Zur Seite bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung) – Kinder im deutschen Kaiserreich und Weimarer Republik (Dokumentation)

1.3 Entwicklung der Schulen von 1945 bis 1990

Im September 1946 trat ein neues Schulsystem in Kraft. Nun gab es nur noch die Einheitsschule und nur einige Schulen ermöglichten einen höheren Bildungsabschluss. Am 01.09.1952 wurde die Sorbische Oberschule im Gebäude des alten Lehrerseminars gegründet. Heute ist diese Schule das Niedersorbisches Gymnasium und zählt mit zu den wichtigsten Schulen in der Niederlausitz.

Ab dem Jahr 1960 wurde das zweistufige Schulmodell eingeführt. Dies bedeutete Schulunterricht in der Polytechnischen Oberschule oder in der Erweiterten Oberschule. Letztere führte zum Abitur in der 12.Klasse. In dieser Zeit entstanden auch neue Stadtteile in Cottbus. Die Industrie stieg enorm und somit auch die Einwohnerzahl. Neue Schulen wurden gebaut. Allein im Stadtteil Sandow entstanden sechs Schulen.

Im September 1969 eröffnet die Ingenieurhochschule für Bauwesen. Diese bildete den Beginn für das in den folgenden Jahren aufgebaute Bildungszentrum. Im Jahr 1973 entstanden dort zahlreiche neue Bildungseinrichtungen. Wie zum Beispiel die Bauberufsschule, die Schule des Textilkombinates und zwei Pädagogische Schulen. Die Übergabe des gesamten Geländes erfolgte am 03.10.1974.

Die seit den fünfziger Jahren bestehende Musikschule wurde im Mai 1973 zum Cottbuser Konservatorium. Dieses zog im Jahr 1982 in die Puschkin-Promenade wo sie sich noch heute befindet.   Weitere neue Schulen entstanden auch in dem 1975 erbauten Wohngebiet Sachsendorf/Madlow.

⇒ Zur Seite bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung) – Bildung in der DDR

1.4 Entwicklung der Schulen von 1991 bis 2013

Ehemalige Bürger-Töchter-Schule, zu DDR-Zeiten Carl-Blechen-Schule, heute in den Neubau des Einkaufscenters integriert.
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Im Jahr 1991 wurde auch in Cottbus nach dem neuen Bildungssystem aufgeteilt in Grundschulen, Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien gearbeitet. Nach langjähriger Restaurierung öffnete am 13.03.1998 auch die denkmalgeschützte Bauhausschule wieder ihre Türen. Für den Bau des neuen Einkaufcenters Blechen-Carrè im Jahr 2000 musste eine Lösung für  die 1874/75 erbaute ehemalige Mädchenmittelschule, zu DDR-Zeiten in Carl-Blechen-Schule umbenannt, gefunden werden. Abreißen konnte man das Gebäude nicht, es stand unter Denkmalschutz, also wurde das Gebäude in den Neubau des Einkaufcenters integriert.

Im Jahr 1991 wurde die Brandenburgische Technische Universität gegründet und im selben Jahr öffneten sich auch die Türen der Fachhochschule in Cottbus.

Lehrgebäude der BTU Cottbus-Senftenberg
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Der Schulstandort Cottbus erlangte somit eine wesentlich höhere Qualität. Allerdings zwang der enorme, drastische Schülerrückgang, „bis zum Jahr 2005 im Vergleich zum Jahr 1990 um 50 Prozent Rückgang“, zur Schließung vieler Schulen in Cottbus.

Im Jahr 2013 lernten in Cottbuser Schulen sowie im Spree-Neiße-Kreis nur noch 21.828 Kinder und Jugendliche.

Die größte Kinderzahl war in den Grundschulen mit 7.737 Schülern gemeldet. An den Gymnasien von Cottbus betrug die Schülerzahl 4.212. Die Zahl der Schüler in den Gesamtschulen lag 2013  aktuell bei 1.320.

An den Förderschulen sank die Schülerzahl von 763 auf 718. Nahezu gleich blieb die Schülerzahl in der Schule des zweiten Bildungsweges mit 397 Schülern.

⇒ Zur Seite Cottbus.de/Abfrage – Übersicht Schulen in Cottbus
⇒ Zur Seite Cottbus.de/Bildung – Übersicht Cottbuser Schulen im Internet
⇒ Zur Seite Wikipedia.org – Schulgeschichte (Deutschland)
⇒ Zur Seite bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung) – Geschichte des Bildungssystems

 

2.   Grundschulen von Cottbus

Die jüngeren Schulkinder gehen in Deutschland von der 1. bis zur 4. Klasse in die Grundschule. In Berlin und Brandenburg können Schüler die Grundschule auch bis zur   6. Klasse besuchen.

⇒ Zum Stadtplan von google maps – Schulen der Stadt Cottbus

2.1 Europaschule Regine-Hildebrandt-Grundschule

Europaschule Regine-Hildebrandt-Grundschule
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Diese Grundschule befindet sich im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf/Madlow. Die Schulgründung erfolgte schon 1981 als Polytechnische Oberschule. Nach der Wende im Jahr 1992 wurde die neue Schulreform durchgesetzt.

Die Schule wurde zur 2. Grundschule. Seit dem Jahr 1994 lernen dort auch Schüler mit einer ausgeprägten Lese-Rechtschreib-Schwäche. Im Jahr 1996 gab es erste Partnerschaftsverträge mit anderen europäischen Schulen, so erhielt die Schule drei Jahre später den Titel „Europaschule“. Unter der Trägerschaft des Schulfördervereins begann im Jahr 2001 der Ausbau zur Ganztagsschule, die Umbenennung in „Regine–Hildebrandt-Grundschule“ erfolgte im Jahr 2004. Ein Jahr später erhielt die Schule eine eigene Bibliothek, außerdem wurde ihr der Titel „Umweltschule“ verliehen.

Seit vielen Jahren beschäftigten sich die Schüler mit verschiedensten Umweltprojekten. Zum Beispiel bauten sie einen Sonnenkollektor zur Warmwasserbereitung im Schulgarten und organisierten ein Klimafrühstück unter der Überschrift „Umwelt schützen mit Messer und Gabel“. Nach zahlreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen  wurde die Schule im Jahr 2010 als Bundessieger im Wettbewerb Energiesparmeister ausgezeichnet. Seit 2001 arbeiteten die Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 in Projekten am Thema regenerative Energien.

2.2 Christoph-Kolumbus-Grundschule (Umweltschule)

Foto: Christoph-Kolumbus-Grundschule (Umweltschule)

Das Schulgebäude wurde im Jahr 1967 in Sandow erbaut, in den ersten Jahren lernten dort mehr als eintausend Schüler. Zur Grundschule gehörten eine Turnhalle und ein großer Sportplatz.

Der Pausenhof wurde nach 1990 mit grünen Inseln verschönert.

Bei Sanierungsarbeiten in den Jahren 2010/13 wurde auch ein Fahrstuhl eingebaut, der es nun auch gehbehinderten Personen ermöglichte, dieses Schulgebäude barrierefrei zu besuchen.  

Im Schulgebäude befindet sich der Förderverein Sandow e.V. und die Bücherei Sandow e.V..

2.3 Carl-Blechen-Grundschule

Die Schule wurde als 5./6. Gemeindeschule im Jahr 1913 eingeweiht. Jungen und Mädchen wurden zu der Zeit noch getrennt unterrichtet. Es wurden Theateraufführungen gemeinsam mit dem Stadttheater einstudiert und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften für natur- und sportinteressierte Kinder gegründet. Das Schulessen wurde in der Küche des vaterländischen Frauenvereins gekocht und die Schüler aßen dort gemeinsam.

Carl-Blechen-Grundschule, Vorderansicht
Foto: Lichtblick Cottbus e.V

Im Februar 1945 (gegen Ende des 2. Weltkrieges), wurde die Schule von mehreren Fliegerbomben getroffen. Dabei wurden der Nordflügel des Haupthauses sowie das Wohn-Nebengebäude völlig zerstört. Im Nordflügel befanden sich viele Fachräume, der Speisesaal und der große Zeichenraum, sie alle fielen dem Krieg zum Opfer.

Im Mai 1945 diente die Schule als Flüchtlingslager, dazu wurde der Schulunterricht unterbrochen. Schon im Oktober 1945 wurde aber der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Die Reste des Nordflügels wurden provisorisch ausgebessert, zum Teil mit Brettern verschlossen. Im September 1946 wurde die Schule zur 2. Einheitsschule und 1.272 Schüler wurden von 31 Lehrern unterrichtet.

Carl-Blechen-Grundschule, Hofansicht
Foto: Lichtblick Cottbus e.V

Von 1970-1989 trug die Schule dann den Namen „Walter-Wagner-Oberschule“. Nach der Wende, bedingt durch die Schulreform, wurde aus der Schule dann die 2. Realschule Cottbus. 1993 wurde sie zur ersten und auch größten Ganztagsschule vom Land Brandenburg. Im Jahr 2000 wurde daraus die Schule zur „Sandower Realschule“. In den Jahren 2005/06 ließ die Stadt Cottbus am und im Schulgebäude Sanierungsarbeiten ausführen, deshalb wurde der Schulbetrieb in ein Ausweichquartier im Stadtteil Schmellwitz ausgelagert. Im Jahr 2009, nach der Sanierung, zog die Carl-Blechen-Grundschule wieder in dieses Gebäude ein. Die Schule bietet Angebote zur individuellen Förderung von Kindern mit Problemen im Bereich   Sprache und Hören und bietet eine Integration von Kindern mit Down-Syndrom an.

2.4 Astrid-Lindgren-Grundschule

Dieses Schulgebäude wurde in den 1960er Jahren erbaut und war bis zur Wende die 17. Polytechnische Oberschule. Die Grundschule befindet sich im Stadtteil Alt-Schmellwitz, am Nordrand. Seit 1992 trägt sie nun den Namen „Astrid Lindgren“ und der Unterricht erfolgt nach den Regeln der Montessori-Pädagogik. Das ist ein besonderes pädagogisches Bildungskonzept, das die Entwicklung in der Zeit vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen abdeckt. Es ist eine Form des offenen Unterrichts und der Freiarbeit. Der Grundgedanke dieser Pädagogik ist die Aufforderung „Hilf mir es selbst zu tun“.

Foto: Sporthalle der Astrid-Lindgren-Grundschule vor der Sanierung

Im Jahr 2008 fanden auch hier Sanierungsarbeiten am Gebäude statt, der Pausenhof  wurde begrünt und naturnah umgestaltet. Die Hälfte des Außengeländes hat sich so in eine attraktive Spiel- und Sportoase für die Pausen- und Freizeitgestaltung verwandelt.

Im Jahr 2011 erfolgte der Anbau des Kreativzentrums der Astrid-Lindgren-Schule, das vom Hort und für Theatervorstellungen genutzt wird.

Im Zentrum befinden sich vier Gruppenräume, ein Ruhe- und    Rückzugsbereich, multifunktionale Bewegungsflächen und ein offener Kreativ- und Küchenbereich. Dieses Gebäude wurde behindertengerecht erbaut.

2.5 Erich-Kästner-Grundschule 

Nach den Plänen des Berliner Architekten Adolph Lohse wurde im Juni 1865 mit dem Bau dieser Schule begonnen. Sie befindet sich im Zentrum von Cottbus, in der Puschkin-Promenade. Viele Cottbuser Handwerksbetriebe wurden beim Bau einbezogen. Adolph Lohse verstarb im Januar 1867, bevor die Schule im April eingeweiht wurde. In das neue Schulgebäude zogen 318 Schüler, neu waren die zwei Vorschulklassen für das Gymnasium. Da es in Cottbus zu der Zeit keine Realschule oder Oberrealschule gab, wurden zwei Realschulklassen eingeführt. Auch eine dritte Vorschulklasse kam im Schuljahr 1867/68 hinzu. In diesem neuen und großen Haus musste die Schülerzahl nicht mehr begrenzt werden und so besuchten im Jahr 1869 schon 508 Schüler das Gymnasium.

Mit  Ausbruch des deutsch–französischen Krieges gab es erste Kriegsnotprüfungen. Zum Kriegsdienst einbezogen wurden drei Lehrer und sechs Schüler. Die Stadt Cottbus erwarb von dem damaligen Tuchfabrikanten G. Tutewohl ein angrenzendes Grundstück und ließ darauf eine Turnhalle errichten, die Ostern 1873 eingeweiht wurde. Erste größere Reparaturen wurden im Sommer 1874 notwendig. Im Schuljahr 1883 wurde die bis dahin höchste Schülerzahl im Gymnasium erreicht, 419 Gymnasiasten, 45 Realschüler und 120 Vorschüler besuchten zu dieser Zeit die Schule. Im Januar 1886 gründete sich der erste genehmigte Schülerverein. Diese Vereinigung erfreute sich über viele Jahre großer Beliebtheit. Ein weiterer wichtiger Abschnitt bei der Weiterentwicklung des Gymnasiums war die Verstaatlichung der Schule.

Zwischen dem 6.12. und 9.12.1886 kam es zum Abschluss eines Vertrages zwischen dem Provinzialschulkollegium und der Stadt Cottbus. Nach dem Bau einer neuen Realschule 1890 zogen die Realschüler aus dem Gymnasium aus. In den Sommerferien 1903/04 wurden Klassenräume renoviert. Ein Jahr später wurde das physikalische Lehrzimmer an das städtische Elektrizitätswerk angeschlossen. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges baten viele Eltern um Freistellung ihrer Söhne für den Kriegsdienst. In den Monaten August bis Oktober meldeten sich 43 Schüler freiwillig zum Kriegsdienst. Im Schuljahr 1919 wurde zum letztmalig ein Vorschulklasse eingeschult. So besuchten im Jahr 1920 insgesamt 529 Schüler das Gymnasium und noch weitere 97 Schüler die Vorschule. Da die Vorschulklassen ausliefen wurde in den Sommerferien 1931 mit  Aus- und Umbauarbeiten an dem ehemaligen Vorschulgebäude begonnen.

Hauptgebäude mit vorderem Schulhof 2013
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ehemalige Direktorhaus auf dem Schulgelände 2013
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Die politischen Veränderungen ab dem Jahr 1933 machten sich auch sofort im Schulwesen bemerkbar. Im April 1933 wurden unter der Überschrift „Neue Schulmaßnahmen gegen Überfremdung unserer Schule“ erste Einschränkungen bekannt gemacht. Kinder, deren Eltern nach dem 01.08.1914 aus dem Osten nach Deutschland gekommen waren, durften das Gymnasium nicht mehr besuchen. Der Nationalsozialist  und Oberstudiendirektor Dr. Ulrich Heinemann wurde Leiter des Gymnasiums ab dem Schuljahr 1934/35.

Nach dem schweren Fliegerangriff am 15.02.1945 auf Cottbus zogen viele Familien weg. Es gab keinen geregelten Schulunterricht mehr. Als letzter Schultag des Gymnasiums ging der 17.04.1945 in die Geschichte ein. Von 1946-1960 wurde das Gebäude als Einheitsschule genutzt. Dies bedeutete eine Schulbetreuung vom Kindergarten bis zur Universität. In den Jahren 1960-1972 war es die 6. POS von Cottbus (Polytechnische Obberschule). Eine umfangreiche Sanierung der Schule erfolgte in den Jahren 1973 bis 1975 und nach der Wende von 1991 bis 1999 war die Schule die 16. Grundschule    Cottbus, dann für zwei weitere Jahre die 14. Grundschule von Cottbus. Nach einer weiteren Sanierung erhielt die Schule den Namen „Erich Kästner Grundschule“.

2.6 Wilhelm-Nevoigt-Grundschule

Wilhelm-Nevoigt-Grundschule nach der Sanierung, 2013
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Dort wo Ströbitz noch richtig ländlich war, entstand in den 70er-Jahren das Gebäude für die „Wilhelm-Nevoigt-Grundschule“. Mit Gärten und Feldern in der Nachbarschaft  wurde die Schule am 12.03.1974 im Neubaugebiet Cottbus-Ströbitz, in der Clara-Zetkin-Straße eröffnet. Die Kinder der beiden alten Schulgebäude am Nevoigtplatz und an der Schulstraße zogen in das neue Schulgebäude. Bis zum Jahr 2009 waren nur kleine Sanierungen, die für den Verschleiß üblich sind, notwendig. Im Jahr 2013 eröffnete die Schule dann nach größeren inzwischen notwendigen Umbau- und Reparaturarbeiten wieder die Türen. Dabei wurde die Fassade erneuert und es erfolgte ein Teilumbau des Gebäudes. Die    freischwebende Schulaula wurde unterbaut und so wurden neue Hort-Räume geschaffen. Die Turnhalle der Schule wurde komplett umgebaut.

2.7 Sportbetonte Grundschule

Als 16.Polytechnische Oberschule begann der Schulbetrieb in diesem Neubau ab dem Jahr 1966. Ab dem Schuljahr 2003 wurde hier ein sportorientierter Schulbetrieb ab der 1. Klasse angeboten. Mit diesem Angebot sollte eine Grundlage für zukünftige Sportler der Sportstadt Cottbus geschaffen werden.

Diese Grundschule befindet sich im Stadtteil Spremberger Vorstadt, in der Drebkauer Straße 43. An drei Tagen in der Woche haben die Sportklassen von 07:30 Uhr bis 09:00 Uhr Training und erst ab 09:30 Uhr beginnt der allgemeine Unterricht. Eine zweite Trainingseinheit beginnt dann am Nachmittag.  

Im Mittelpunkt steht die pädagogische Arbeit auf Grundlage der Bewegungserziehung.

2.8 Friedrich-Fröbel-Grundschule

Foto: Schulbilder zu den Leitsätzen von Friedrich Fröbel

Auch diese Grundschule befindet sich im Stadtteil Spremberger Vorstadt, in der Welzower Straße 9a.

Als 4. Polytechnische Oberschule wurde sie 1969 eröffnet, nach der Wende wurde sie im Jahr 1991 zur 20. Grundschule von Cottbus.

Aufgrund der sehr engen Zusammenarbeit mit einer Kita des Friedrich Fröbel e.V. wurde entscheiden,  die pädagogische Arbeit an dieser Schule nach den Leitsätzen Friedrich Fröbels auszurichten.  

Seit dem Jahr 2006 trägt die Schule nun auch den Namen von Friedrich Fröbel.

2.9 UNESCO Projektschule – 21. Grundschule

Die Grundsteinlegung für die 21. Grundschule erfolgte am 29.09.1993 durch den damaligen Oberbürgermeister Waldemar Kleinschmidt. Schon nach einer halbjährigen Bauzeit konnte die Schule am 28.02.1994 eröffnet werden.

⇒ Zur Seite CGG Cottbus –  Fotos zum Neubau „Türmchenschule“ UNESCO-Projektschule 21. Grundschule

⇒ Zur Seite BDA Richter-Altmann-Jyrch – Fotos zum Neubau der UNESCO-Projektschule 21. Grundschule

Sie ist die letzte von ehemals vier Grundschulen im Stadtteil Neu-Schmellwitz und befindet sich in der Wilhelm-Budich-Straße 54. In zunächst 24 Klassenräumen begann für 19 Klassen mit etwa 400 Schülern der Unterricht. Seit dem Jahr 1994 ist sie eine Integrationsschule, es erfolgt ein gemeinsamer Unterricht mit lern- und sprachbehinderten Schülern.

Seit dem Schuljahr 2002 ist sie außerdem Kooperationsschule und arbeitet mit der Förderschule Heinrich-Pestalozzi, einer Schule für geistig behinderte Kinder, zusammen (seit dem 01.09.2018 Schmellwitzer Oberschule).  

Die Ernennung zur anerkannten UNESCO-Projektschule erfolgte am 17.06.2010.

⇒ Zur Seite Bildung Brandenburg-Schulporträts – UNESCO Projektschule – 21. Grundschule

2.10 Grundschule Sielow (seit dem Jahr 2017 – Lutki Grundschule Sielow)

Foto: Grundschule Sielow 2015

Die Grundschule Sielow befindet sich am nördlichen Stadtrand von Cottbus, in der Cottbuser Straße 6a. Das Gebäude wurde im Jahr 1970 in Ziegelbauweise erbaut, seit den 1960-er Jahren eine der typischen Bauweisen für ländliche Gegenden. Die Schule ist nicht groß, nur ca. 200 Schüler können unterrichtet werden.

Der angebotene Fremdsprachenunterricht in sorbischer und wendischer Sprache ist eine der zu erwähnenden Besonderheiten der Einrichtung. In den Jahren 2014/15 erfolgte die Sanierung der Turnhalle.  

Foto: Turnhalle der Grundschule Sielow vor der Sanierung 2014/15

 

 

 

 

 

 

 

 

2.11 Grundschule Dissenchen

Foto: Grundschule Dissenchen

Die Grundschule Dissenchen liegt am östlichen Stadtrand von Cottbus in der Dissenchener Schulstraße 1. Sie feierte im Jahr 2012 ihren 100. Geburtstag. Das Gebäude wurde in Ziegelbauweise erbaut, seit den 1960-er Jahren eine der typischen Bauweisen für ländliche Gegenden.

Viele Schüler der umliegenden Dörfer nutzen die Möglichkeit mit einem Schulbus zum Unterricht zu kommen.

Die Nähe zum Tagebau ließ die Kinder hautnah die Zerstörung der natürlichen Umwelt erleben So beschäftigten sie sich mehr als andere Schüler mit dem Thema Umwelt. Das Interesse für das Thema mündete im Schuljahr 1997 in einem sogenannten Umweltkonzept. Pro Woche nutzen jetzt alle Schüler ab der Klassenstufe 2 eine zusätzliche Stunde für den Umweltunterricht. Und so verwundert es nicht, dass diese  Schule seit dem Jahr 1999 den zusätzlichen Titel „Umweltschule“ trägt.

2.12 Reinhard-Lakomy-Grundschule Groß Gaglow

Foto: Reinhard Lakomy Grundschule ca. 2001

Im Jahr 1860 wurde die Grundschule in Groß Gaglow in der Gallinchener Straße 4 als Volksschule eröffnet. Das war sie über viele Jahre, bis aus ihr in der DDR ab dem 01.06.1978 die Polytechnische Oberschule „Albert Zimmermann“ wurde. Das Gebäude wurde in Ziegelbauweise erbaut, seit den 1960-er Jahren eine der typischen Bauweisen für ländliche Gegenden.

Ab dem Jahr 1991, wurde sie als Grund- und Gesamtschule für die Kinder von Groß Gaglow genutzt. Seit dem 14.06.2001 trägt sie den Namen „Reinhard-Lakomy-Grundschule“.

Foto: POS „Albert Zimmermann“ ca. 1978

 

 

 

 

 

 

 

 

3.   Gesamtschulen von Cottbus

Die Gesamtschule ist eine weiterführende Schule. Kinder aus der Grundschule können diese Schulform mindestens   bis zur 9. oder 10. Klasse besuchen. Die Schüler haben nach der 10. Klasse die Möglichkeit in der gymnasialen Oberstufe weiter zu lernen. Der Besuch des Gymnasiums oder einer Realschule kann sich anschließen oder die Schüler verlassen die Schule nach der 10.Klasse.

3.1 Theodor-Fontane-Gesamtschule

Fotos: Theodor-Fontane-Gesamtschule

Die Gesamtschule steht im Stadtteil Sandow in der Kahrener Straße 16. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um eine Ganztagsschule mit gymnasialer Oberstufe. Die Turnhalle der Schule wurde nach ihrer Sanierung im Jahr 2008 wieder    eröffnet.

Im Jahr 2012 erhielt die Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

3.2 Lausitzer Sportschule

Foto/Karte: Lausitzer Sportschule

Die erste Lausitzer Sportschule wurde im Jahr 1954 in der Stadt Forst errichtet. Aufgrund der hervorragenden Leistungen des Spitzensportes in der Lausitz wurde beschlossen, auch in Cottbus eine Kinder- und Jugendsportschule mit einem angeschlossenen Internat zu bauen. Im Jahr 1972 begannen die Bauarbeiten der Schule und des Internats, drei Jahre später fand die  Eröffnung statt.

Die Lausitzer Sportschule ist eine ausschließlich sportbetonte Ganztagsschule im Stadtteil Spremberger Vorstadt in der Linnéstraße 4. Sie gehört ganz zum Olympiastützpunkt des Landes Brandenburg. In den Jahren 2001/02 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt, das Gebäude wurde komplett erneuert und mit notwendigen Fachkabinetten für einen qualifizierten Unterricht ausgestattet. Sie ist eine Eliteschule des Sports und wurde im Jahr 2006 die erste Eliteschule des Fußballs.

  

4.   Gymnasien von Cottbus  

Gymnasien sind weiterführende Schulen, der Abschluss mit der Klassenstufe 12 berechtigt mit der sogenannten Fachhochschulreife  zum Studium.

4.1 Humboldt-Gymnasium

Dokument/Kopie: Flyer Humboldt-Gymnasium, Seite 1

Mit der nördlichen Stadterweiterung entstand der Stadtteil Neu-Schmellwitz, damit wurde 1989 ein weiteres neues Schulgebäude notwendig, der Bau der Schule begann im Schmellwitzer Weg 2. Seit dem Jahr 1991 werden die Schüler des Einzugsgebietes Neu-Schmellwitz an diesem Gymnasium, das seit dem Jahr 1996 den Namen der Brüder Humboldt trägt, unterrichtet. Als eine Besonderheit wurde am Humboldt-Gymnasium im Jahr 1998 der bilinguale Sprachunterricht in englischer Sprache eingeführt. Im Jahr 2003 wurde auch dieser Schule der Titel „Europaschule“ verliehen.  

⇒ Zum Flyer Humboldt-Gymnasium Cottbus (PDF)

Dokument/Kopie: Flyer Humboldt-Gymnasium, Seite 2

 

 

 

 

 

 

 

 

4.2 Ludwig-Leichhard-Gymnasium

Fotos: Ludwig-Leichhard-Gymnasium nach dem Umbau

Nach einem Beschluss des Rates der Stadt Cottbus wurde in den 1970-er Jahren ein weiteres Gymnasium errichtet. Es wurde im Stadtteil Ströbitz, in der Hallenser Straße 10/11 erbaut und schon im September 1975 begann der Schulbetrieb vorrangig für diesen Stadtteil.

Die Schule war mit zwei gesonderten Gebäudeflügeln erbaut worden und wurde auch so aufgeteilt genutzt. Im westlichen Teil wurde die 23. Oberschule, die „Pablo- Neruda-Oberschule“ untergebracht, im östlichen Teil die 22. Polytechnische Oberschule, die „Salvador-Allende-Oberschule“. Im Jahr 1991 wurden dann beide Gebäudeflügel für    eine einheitliche Nutzung zum 4. Gymnasium von Cottbus zusammen geführt. Dieses Gymnasium erhielt 1996 den Namen von Ludwig Leichhard.

4.3 Niedersorbisches Gymnasium

Niedersorbisches Gymnasium, Hofansicht des Altbaus
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Im Jahr 1907 wurde das erbaute Schulgebäude eröffnet und zur Lehrerbildung als Höhere Fachschule genutzt. Das heutige Gymnasium befindet sich in der Sielower Straße 37.

Veränderungen im Schulwesen in der Weimarer Republik führten ab dem Jahr 1925 dazu, dass die Schule geschlossen wurde. Im Jahr 1933 wurde sie dann wieder zu diesem Zweck eröffnet.

Im Jahr 1952 wurde aus dem Lehrerbildungsinstitut die Sorbische Oberschule.

 

 

Äußerst umfangreiche und teilweise sehr beschwerliche Vorbereitungsarbeiten leistete vor Ort Jurij Pötschke, der sich dann auch als Direktor an dieser Schule von 1955-1985 enorme Verdienste erwarb. Am 1.September 1952 begann dann der Unterricht an der Schule.

Niedersorbisches Gymnasium, Straßenansicht des Altbaus
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Am 8. Juni 1974 wurde der damaligen Sorbischen Erweiterten Oberschule der Name „Marjana Domaskojc“ verliehen. Das Schulgebäude wurde in den Jahren 1978/79 umfangreich rekonstruiert.

Große Beachtung fand in dieser Schule natürlich die Sorbische Kultur. Vor allem durch das Verzieren von sorbischen Ostereiern, einem alten sorbischen Brauch, erfreut sich die Schule noch heute großen Zuspruchs.

Seit dem Jahr 1987 gehört der von den Schülern der 11. bis 13. Klassen gestaltete Zapust-Umzug durch die Cottbuser Innenstadt zu den Traditionen, die das Fortleben sorbischer Bräuche dokumentiert.

Neben den vielfältigen Möglichkeiten der kulturellen und    sportlichen Betätigungen für die Schüler gibt es eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften, zum Beispiel Foto-, Geschichts-, Chemie- und Trachtenzirkel.

4.4 Max-Steenbeck-Gymnasium

Max-Steenbeck-Gymnasium nach der Sanierung
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Das Max-Steenbeck-Gymnasium ist eine Schule mit erweiterter Ausbildung zur Studienvorbereitung in den Teilbereichen Mathematik und Informatik, sowie Naturwissenschaften und Technik.

Die Schule befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Cottbus im Bildungszentrum, gegenüber der Brandenburgischen Technischen Universität, in der Universitätsstraße 18. Diese Schule entstand im Jahr 1974 als zweiflügeliges Gebäude mit Aula und Turnhalle.

Im Jahr 2010 erfolgte ein Umbau zur sogenannten Energie-Spar-Schule. Mit dem Einbau des Schülerlabors der BTU wurde die Kooperation mit der Universität gefestigt. Das Schülerlabor kann aber auch von Schülern anderen Schulen genutzt werden. Das neue Schulgebäude selbst wurde zum Forschungsobjekt, denn die Energie-Daten der Schule werden gesammelt und im Unterricht ausgewertet.

Nach den Umbauarbeiten erfolgte am 15.10.2012 die Neu-Eröffnung des Max-Steenbeck-Gymnasium.

⇒ Zur Übersicht Fotodokumentation – Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Richter-Altmann-Jyrch in Cottbus
     zum Max-Steenbeck-Gymnasium vor dem Umbau (PDF)  

⇒ Zur Übersicht PPS Architekten-Büro Cottbus – Sanierung Max-Steenbeck-Gymnasium (PDF)

⇒ Zur Übersicht Energiewendebauen der BTU Cottbus – Sanierung Max-Steenbeck-Gymnasium (PDF)

 4.5 Pückler Gymnasium (staatlich anerkannte kunstbetonte Ersatzschule)

Das heutige Pückler-Gymnasium befindet sich im Stadtteil Sachsendorf-Madlow, in der Hegelstraße 1. Dieses Schulgebäude öffnete im Jahr 1969 als 10.Polytechnische Oberschule die Türen und erhielt ein Jahr später den Namen „Artur-Becker-Schule“. In den Anfangsjahren wurde in 28 Klassen unterrichtet, was die enorme Schülerzahl unterstreicht. Im Jahr 1974 bekam die Schule den Status einer Erweiterten Oberschule (EOS) und wurde bis 1989 unter der Bezeichnung 2. EOS in Cottbus geführt.

Nach der Wende wurde die Schule zum 2. Gymnasium mit einem besonderen mathematischen und naturwissenschaftlichen Profil. Da sich die Lehrer und Schüler der Schule sehr intensiv mit dem Leben und Wirken vom Fürst Pückler befassten und auch Arbeitseinsätze im Branitzer Park organsierten und durchführten, bekam die Schule am 06.05.1994 den Namen „Pückler-Gymnasium“ verliehen.

Im August 2006 erfolgte eine Fusion mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium und dem Spreeland-Gymnasium. Durch die Zusammenlegung der beiden Schulen ist das Pückler-Gymnasium nun das größte im Land Brandenburg.

Ein Jahr später wurde in Leistungs- und Begabungsklassen mit musischer Schwerpunktsetzung unterrichtet. Auf dem Schulgelände befinden sich zwei Schulgebäude und eine Sporthalle.

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⇒ Zum Stadtplan bei google maps – Pückler-Gymnasium

  

5.   Oberschulen von Cottbus

Die Oberschule ist allgemein eine Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe. Schüler können die Klassenstufen 7 bis 10 besuchen. In einigen ausgewählten Gesamtschulen werden aber auch Klassenstufen bis zum Abitur geführt.

5.1 Paul-Werner-Oberschule

Paul-Werner-Oberschule Vorderansicht
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Nach Entwürfen von Stadtbaurat Schneider erbaut, wurde im Mai 1889  die Schule unter dem Namen Bismarckschule als Knaben- und Oberschule eingeweiht.

Mit über tausend Schülern zählte die Schule damals zu den größten Schulen Preußens. Diese Schule befindet sich noch heute in der Bahnhofstrasse 11. In den Jahren der beiden Weltkriege wurde die Schule mit strenger Hand geführt und erlangte als „Adolf-Hitler-Schule“ traurige Berühmtheit.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde kam es zur Bildung einer Einheitsschule.

In den 60-er Jahren aus einem Teil der Schule die 7. Polytechnischen Oberschule und aus dem anderen Teil der Schule die 12. Polytechnische Oberschule.

In den 80-er Jahren wurden die beiden Schulen in 7. Polytechnische Oberschule „Anton Makarenko“ und 12. Polytechnische Oberschule „ Juri Gagarin“  umbenannt.

Paul-Werner-Oberschule Hofansicht/Sportplatz
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Im Jahr 1987 schlossen sich beide Schulen wieder zu einer Schule unter dem Namen „Anton Makarenko“ zusammen. In den Jahren 1988/90 begann man mit der Rekonstruktion und einer umfangreichen Sanierung dieses denkmalgeschützten Schulgebäudes und der Turnhalle. Dabei wurde großen Wert auf die Erhaltung des Baustils gelegt.

Im Jahr 1991 wurde die Schule zur 5. Gesamtschule Cottbus. Am 02. März 1999 erhielt sie dann den Namen „Paul-Werner-Gesamtschule“ zu Ehren des Cottbuser Oberbürgermeisters Paul Werner ( geb. 19.10.1848, gest. 10.06.1927).  

In den Jahren 2005/2006 erfolgte dann eine schulinterne Umgestaltung und in dieser Zeit wurde aus der Gesamtschule die „Paul-Werner-Oberschule“.

5.2 Sachsendorfer Oberschule

Sachsendorfer Oberschule
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Die Oberschule wurde im Jahr 2004 nach Zusammenschluss der ehemaligen 11. Gesamtschule und der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule gegründet und befindet sich seit 2007 in der Schwarzheider Straße 7.

Diese Oberschule ist eine Ganztagsschule für die Schüler der Klassenstufen 7-10.

Außer Schüler, die im normalen Unterricht gefördert werden, gehört die Integration von sprach- und hörgeschädigten Schülern zum Schulprofil.  

In der Schule befinden sich auch eine eigene Bibliothek und ein offener Jugendtreff.

 

5.3 Schmellwitzer Oberschule ( seit 01.09.2018, davor Johann-Heinrich-Pestalozzi-Förderschule)

Foto: Schmellwitzer Oberschule Cottbus

Diese Schuleinrichtung befindet sich im Stadtteil Neu Schmellwitz, in der Neuen Straße 41. Die Grundsteinlegung erfolgte am 29.9.1993 durch den damaligen Oberbürgermeister Waldemar Kleinschmidt. Nach einem halben Jahr Bauzeit wurde die Schule am 28.2.1994 eröffnet. In zunächst 24 Klassenräumen wurden 19 Klassen mit insgesamt etwa 400 Schülern unterrichtet.

Im Schuljahr 2007/08 besuchten nur noch 174 Schüler in insgesamt 16 Klassen diese Schule. Angeboten wird die Schulform Förder- und Sonderschule.

 

 

Seit 2002 ist es eine Kooperationsschule mit der Förderschule für geistig behinderte Kinder. Im Schuljahr 2003/04 wurden die Schüler der ehemaligen 10. Grundschule mit in das Gebäude übernommen. Daraufhin wurde die Schule in Haus 1 und Haus 2 unterteilt.

Seit dem Schuljahr 2010/11 bis 2017/18 waren alle Klassen nur noch im Haus 1 untergebracht.

Die Johann-Heinrich-Pestalozzi-Förderschule öffnete am 01.09.2018 als Schmellwitzer Oberschule Cottbus ihre Türen. Das Schulprogramm befindet sich seit Beginn des Schuljahr 2018/19 in einer grundlegenden Überarbeitung.

  

6.   Förderschulen von Cottbus

Diese Schulen wurden für Kinder und Jugendliche eingerichtet,  die in ihren Bildungs-, Entwicklungs- und    Lernmöglichkeiten beeinträchtigt sind und daher eine besondere Förderung benötigen. Es lernen in einer Klasse weniger Schüler, die speziell ausgebildeten Lehrer gehen individuell auf die Bedürfnisse dieser Schüler ein.

6.1 Spreeschule

An der Schule wird mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ gearbeitet. Die Bildungseinrichtung besteht aus zwei Schulgebäuden.

 

Spreeschule, Puschkinpromenade 11, Schulteil 2
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Der Unterricht für die jüngeren Schüler findet im Haus Schulteil 1, in der Rudniki Straße 3/3a statt. Ältere Schüler lernen im Haus Schulteil 2,  in der Puschkin-Promenade 11. Die Klassenstärke wird mit 6 bis maximal 9 Schülern bewusst niedrig gehalten. Die Schüler werden von pädagogischem Fachpersonal, Angestellten im Bundesfreiwilligendienst (Einzelfallbetreuer und Gruppenbetreuer), Praktikanten und Krankenschwestern unterrichtet und betreut.

⇒ Zur Seite Cottbus.de – Spreeschule vorgestellt (Video)  

 

 

 

Spreeschule, Rudniki Straße 3/3a, Schulteil 1
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

Seit 1999 lernen die Schüler der 21. Grundschule und der Spreeschule im  Schulgebäude in der Rudniki Straße 3/3a unter einem Dach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6.2 Bauhausschule

Diese Schule befindet sich in der August-Bebel-Straße 43, im Stadtteil Ströbitz. Durch den damaligen Magistrat von Cottbus wurde 1928 ein besonderer Schulneubau beschlossen. Dieses Schulgebäude zählte zu den modernsten Schulen, die 1929 im Bauhausstil errichtet wurden. Feierlich eingeweiht wurde sie am 12.Mai 1930 als VII. Gemeindeschule (Bismarckschule) durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Kreutz. Aus einem überlieferten Belegungsplan von 1930 geht hervor, dass die Klassenstärke zwischen 32 und sogar 46 Schülern lag. Zehn Klassen der Doppelschule wurden von Jungen belegt und elf Klassen von Mädchen.

Im Krieg wurde die Schule auch als Lazarett genutzt. Nach Kriegsende war die Schule kaum beschädigt, so wurde sie von der Sowjetarmee besetzt.

Bauhausschule
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

1964 wurde die Schule in die Denkmalliste der Stadt Cottbus aufgenommen. Bis 1991 war sie eine sowjetische Schule für Kinder, deren Eltern  als sowjetische Militärangehörige in Cottbus stationiert waren. Im Erdgeschoss des Ostflügels der Schule  war das Verkaufsmagazin der russischen Armee einquartiert, vorrangig auch von den Angehörigen genutzt. Nach dem Abzug der Sowjetarmee stand die Schule  drei Jahre lang leer, durch Einbrüche und Vandalismus entstand großer Schaden.

Nach einer aufwendigen Sanierung in den Jahren 1994 bis 1998 erfolgte im März 1998 die Neueröffnung als Grundschule und Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt  für eine gute „körperliche und motorische Entwicklung“.

 

7.  Berufliche Bildung in Cottbus

Auch ein wesentlicher Garant für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die duale Berufsausbildung. Für Schulabgänger wird in der dualen Ausbildung die betriebliche Praxis mit dem Erwerb von Fachwissen in einer Berufsschule oder einem Oberstufenzentrum kombiniert. So werden die Schulabgänger in Theorie und Praxis auf den Start in das Arbeitsleben vorbereitet. 

Die Berufsschule ist einer der beiden Lernorte im dualen Berufsausbildungssystem. Für das Erreichen des Ausbildungsziels ist ein regelmäßiger Berufsschulbesuch erforderlich. In der Regel ist jeder, der eine duale Ausbildung („Lehre“) durchläuft zum Besuch der Berufsschule verpflichtet. Diese hat die Aufgabe, den Schülern und Schülerinnen berufsbezogene und berufsübergreifende Lerninhalte zu vermitteln.  

Der Unterricht in der Berufsschule ist mit 12 Wochenstunden gesetzlich festgelegt, er umfasst berufliche Lerninhalte sowie eine Erweiterung der vorher erworbenen allgemeinen Bildung. Für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule wurden für alle anerkannten Ausbildungsberufe Rahmenlehrpläne erstellt. Je nach den örtlichen Gegebenheiten kann der Unterricht wöchentlich als Teilzeitunterricht oder in größeren zeitlich zusammenhängenden Einheiten in Form von Blockunterricht erteilt werden.

Großbetriebe bzw. Kombinate hatten eine eigene Betriebsberufsschule, z. b. das Textilkombinat (TKC in Cottbus), 1972 begann dort die Ausbildung. 1973 begann das Tiefbaukombinat Cottbus mit der Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte in einer eigenen Betriebsberufsschule. Die Pädagogische Schule für Kindergärtnerinnen bildete für alle Cottbuser Kindergärten Fachkräfte aus. Die Medizinische Fachschule war für die Fachkräfte des Klinikums und der damaligen Polikliniken zuständig.  

Mit der geringer werdenden Anzahl der Auszubildenden, aber auch aufgrund der veränderten politischen Situation wurden die Betriebsberufsschulen weniger und die Ausbildung der Lehrlinge erfolgt heute überwiegend fachübergreifend in den Oberstufenzentren.  

7.1 Oberstufenzentrum I ( heute OSZ Cottbus – Schulteil A und B)

Ehemalige Hochschule für Bauwesen, Sielower Straße 10, in den 50-er Jahren, heute OSZ – Schulteil A
Foto: Kopie Postkarte

Das Oberstufenzentrum I in Cottbus ist seit 1991 ein schulisches Kompetenzzentrum für die berufliche Aus- und Weiterbildung (heute OSZ – Schulteil A, Sielower Straße 10 und OSZ – Schulteil B, Sandower Straße 19). Angeboten werden für die Ausbildung im Bereich Technik die Berufsfelder Bau-, Holz- und Farbtechnik, Mediengestalter, Raumgestaltung, Gebäudereinigung und verschiedene Berufe im Sozialwesen, z.B. Sozialassistent, Heilerziehungspfleger und Erzieher. Zunächst wurde für das Oberstufenzentrum in verschiedenen Gebäuden unterrichtet, neben der Sielower Straße auch in Gebäuden in Cottbus Sandow.

Das heute denkmalgeschützte alte Gebäude des Oberstufenzentrum I (heute OSZ – Schulteil A) wurde 1952 nach den Plänen der Architekten W. Flemming und K. Irmler erbaut.

Ehemalige Gemeindeschule, Sandower Straße 19, heute OSZ – Schulteil B
Foto: Kopie Postkarte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Februar 2000 begann der Unterricht  im  neu errichteten Erweiterungsbau des Oberstufenzentrums – Schulteil A in der Sielower Straße 10.  

OSZ – Schulteil A, altes Gebäude mit Unterrichtsräumen und Anbau mit Unterrichtsräumen
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.
OSZ – Schulteil A, Anbau mit Haupteingang (Links) und Unterrichtsräumen (Rechts)
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OSZ – Schulteil A, Anbau mit Aula, Konferenzraum, Aufenthalts- und Unterrichtsräumen
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.
OSZ – Schulteil B, Sandower Straße 19
Foto: Lichtblick Cottbus e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.2 Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße

Fotos: OSZ II des Landkreises Spree-Neiße

1991 wurde das Oberstufenzentrum Cottbus Land, danach das OSZ II des Landkreises Spree-Neiße in der Makkarenkostraße 8/9 eröffnet. Zunächst wurden Auszubildende in drei  Bereichen unterrichtet: Metalltechnik, Elektrotechnik und Ernährung. Nach einem häufigen Wechsel der Bereiche werden dort Berufsschüler, Fachoberschüler, Fachschüler und Berufsfachschüler gezielt in den Bereichen Agrarwirtschaft, Ernährung, Gesundheit, Körperpflege, Wirtschaft und Verwaltung unterrichtet.

7.3 Schule für den Zweiten Bildungsweg

Die Schule des Zweiten Bildungsweges (SZBW), Nachfolger des Cottbus-Kolleg, befindet sich im Stadtteil Spremberger Vorstadt, in der Joliot-Curie-Straße 10.

Träger der Schule ist die Stadt Cottbus. Erwachsene haben in dieser Einrichtung die Möglichkeit, im zweiten Bildungsweg ihren Schulabschluss nachzuholen. Neben dem Abschluss in den Klassenstufen 9 und 10 ist es seit 2013 auch möglich, das Abitur nachzuholen.   

⇒ Zur Stadtplan bei google maps – Schule des Zweiten Bildungsweges (SZBW)

 

8.   Andere freie Bildungseinrichtungen in Cottbus

8.1 Freie Waldorfschule

Die Freie Waldorfschule befindet sich in der Spremberger Vorstadt, Leipziger Straße 14, in der Nähe der Sachsendorfer Wiesen. Gegründet wurde sie 1991 als staatlich anerkannte Ersatzschule. Rechtlicher Träger ist der gemeinnützige Verein „Initiative Waldorfpädagogik e.V.“ in Cottbus, dem in der Regel alle Eltern und Lehrer angehören. Außer Klassenräumen bietet diese Schule eine eigene Schulküche, eine Schülerküche, ein Schüler-Café das von den Oberschülern selbst verwaltet wird, einen eigenen Sportplatz, eine Turnhalle mit Kletterwand und eine Bibliothek.

Die Außenanlagen wurden und werden von den Eltern und dem Verein selbst gestaltet. Dazu gehören unter anderem ein Teich mit Wasserpumpe, ein Schachfeld, Kletterfelsen, ein Backofen, ein Hühnerstall und ein Bienenhaus.  

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⇒ Zur Seite Freie Waldorfschule Cottbus – Bildergalerie der Schule

 8.2 Pückler-Gymnasium (staatlich anerkannte kunstbetonte Ersatzschule)

Das heutige Pückler-Gymnasium befindet sich im Stadtteil Sachsendorf-Madlow, in der Hegelstraße 1.

Dieses Schulgebäude öffnete im Jahr 1969 als 10.Polytechnische Oberschule die Türen und erhielt ein Jahr später den Namen „Artur-Becker-Schule“. In den Anfangsjahren wurde in 28 Klassen unterrichtet, was die enorme Schülerzahl unterstreicht. Im Jahr 1974 bekam die Schule den Status einer Erweiterten Oberschule (EOS) und wurde bis 1989 unter der Bezeichnung 2. EOS in Cottbus geführt.

Nach der Wende wurde die Schule zum 2. Gymnasium mit einem besonderen mathematischen und naturwissenschaftlichen Profil. Da sich die Lehrer und Schüler der Schule sehr intensiv mit dem Leben und Wirken vom Fürst Pückler befassten und auch Arbeitseinsätze im Branitzer Park organsierten und durchführten, bekam die Schule am 06.05.1994 den Namen „Pückler-Gymnasium“ verliehen.

Im August 2006 erfolgte eine Fusion mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium und dem Spreeland-Gymnasium. Durch diese Zusammenlegung der beiden Gymnasien ist das Pückler-Gymnasium nun das größte im Land Brandenburg.

Ein Jahr später wurde in Leistungs- und Begabungsklassen mit musischer Schwerpunktsetzung unterrichtet. Auf dem Schulgelände befinden sich zwei Schulgebäude und eine Sporthalle.  

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8.3 Evangelische „Gottfried-Forck-Grundschule

Diese Grundschule war die erste christliche Grundschule in Cottbus und befindet sich im Stadtteil Ströbitz, in der Ströbitzer Schulstraße.

Erbaut wurde sie bereits 1912 als Ströbitzer Gemeindeschule, heute ist sie eine anerkannte Ersatzschule und bietet einen Ganztagsunterricht an.  

Den Namen des deutschen Theologen und evangelischen Bischofs von Berlin-Brandenburg Gottfried Forck bekam die Schule im Jahr 2000 verliehen. In diesem Jahr wurde die Schule vom Diakonischen Werk Niederlausitz e.V. als Träger übernommen.

8.4  Evangelisches Gymnasium

Das Gebäude der ehemaligen Carl-Blechen-Grundschule im Cottbuser Stadtteil Sandow in unmittelbarer Nähe zur Spree wurde komplett umgebaut für ein Evangelisches Gymnasium. Träger dieser Schule in der Sandower Elisabeth-Wolf-Straße ist die Stiftung der evangelischen Landeskirche.

Pläne des Architekturbüros Hampel und Kotzur aus Cottbus wurden durch den 2010 gegründeten Förderverein für diese freie Schule bis zur Eröffnung 2012 umgesetzt. Das Schulgebäude wurde in leichter Geschossbauweise energieeffizient errichtet. Das vorhandene Raumprogramm wurde mit einer neuen Mensa, einem Aufzug sowie Räumen für Stille und Andacht ergänzt. Einen besonderen Bereich bilden die Kunst- und Musikateliers im Untergeschoss. Hier entstand vor den großen Fenstern ein neuer Lichthof, so dass der Unterricht, aber auch Konzerte und Präsentationen im Freien stattfinden können. Mit der großzügigen Terrasse im Mensabereich und dem neuen grünen Klassenzimmer erhält der Schulhof eine dem Ensemble entsprechende Gestaltung. Die in der DDR errichtete Sporthalle in Stahlleichtbauweise wurde ebenfalls umfangreich saniert und erweitert:

Im Jahr 2012 begannen 60 Schüler in der  Klassenstufe 7 mit dem Unterricht. Zum Schuljahr 2017/2018 waren insgesamt 312 Schüler nunmehr in allen Klassenstufen angemeldet.    

Die Schule versteht sich als freie und offene Schule, eine konfessionelle Bindung ist nicht Voraussetzung. Allerdings sind der Religionsunterricht und der Gottesdienst Pflicht für alle Schüler, das Fach LER wird nicht unterrichtet. Ab Klassenstufe 8 können die Schüler im sprachlichen oder im musischen Zweig der Schule besonders gefördert werden.

8.5 Bewegte Grundschule

Das Schulgebäude der heutigen Bewegten Grundschule befindet sich in der Straße der Jugend 75.

Der erste Spatenstich für die damals höhere Bürgerschule erfolgte am 07.03.1885. Der erste Unterricht fand am 14.01.1886 statt. Es wurden im ersten Schuljahr 337 Knaben und 339 Mädchen jeweils in sechs Klassen in den Unterricht aufgenommen. Ende 1889 wurde ein angebauter zweiter Flügel fertiggestellt und eingeweiht. Bis zum Ende des 2.Weltkrieges wurde in der Schule immer unterrichtet.

Im Februar 1945 wurde die Schule durch einen Bombenangriff stark beschädigt. Dann besetzte die Rote Armee im  April 1945 das Gebäude, aber schon im Mai wurde es wieder für den Unterricht freigegeben. Nach Kriegsende stieg die Schülerzahl stark an. Von Mai 1945 bis September 1945 von 124 auf 833 Kinder. Am 01.10.1945 konnte mit 20 Klassen in 16 Räumen mit dem Unterricht begonnen werden. Ein Jahr später erhielt die Schule ein Sekretariat.

Aus dem großen Schulgebäude entstanden zwei Schulen, die 1. und die 8. Polytechnische Oberschule. Nach langem      Leerstand und umfangreichen Umbauten, u.a. dem Einbau eines Fahrstuhls für die Integration behinderter Schüler, zog die Bewegte Grundschule in freier Trägerschaft ein, inhaltlich orientiert an den reformpädagogischen Ansätzen von Maria Montessori.

8.6 Konservatorium Cottbus

Konservatorium Vorderansicht
Fotos: Lichtblick Cottbus e.V.

An der heutigen Puschkin-Promenade (damals Luckauer Wall) wurde 1873 ein Neu-und Erweiterungsbau für die bestehende höhere Lehranstalt für Mädchen errichtet. Diese trug den Namen „Augusta-Schule“, benannt nach der Kaiserin Augusta. Der Gesamtkomplex wurde am 05.01.1912 eingeweiht. Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges wechselten die Schulsysteme (Lyzeum, Oberlyzeum, realgymnasiale Studienanstalt), jedoch blieb das Haus immer die „Augusta Schule“, eine Ausbildungsstätte für Mädchen.

Nach dem zweiten Weltkrieg war in dem Gebäude eine Erweiterte Oberschule untergebracht. Im Jahr 1982 zog dann die Konservatorium Cottbus in dieses Gebäude. In den Jahren 1985 bis 1990 wurde die alte Turnhalle zum Konzertsaal mit 300 Plätzen ausgebaut.

 

⇒ Zur Seite Cottbus. de – Sehenswert das Konservatorium Cottbus in der Puschkinpromenade

Konservatorium Haupteingang
Konservatorium Hofansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenhof des Konservatoriums
Innenhof des Konservatoriums, Detail

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Literatur

  • Hanka Jäschke (Red.): Niedersorbisches Gymnasium 1952 – 2002. Domowina-Verlag GmbH, Bautzen 2002
  • Steffen Kober (Hrsg.): Ströbitzer Schulchronik. Cottbuser Blätter-Sonderheft, Regia-Verlag, Cottbus 2002
  • Steffen Krestin (Hrsg.): Die Bauhausschule in Cottbus. Regia-Verlag, Cottbus 2009
  • Arielle und Siegfried Kohlschmidt: Cottbus 850 Jahre 1156-2006. Cottbuser General-Anzeiger Verlag, Cottbus 2006
  • Baugeschichte, Logenbrüder und Gymnasium. Cottbuser Blätter, Regio Verlag, Cottbus 1997
  • Lichtblick Cottbus e.V. – erstellte Dokumente und Foto

 

10. Einzelnachweise