Webschule

Inhalt

Geschichte
Entwicklung
Planung
Quellen

 

Geschichte

In der traditionsreichen und bedeutensten Webschule (Preußische höhere Fachschule für die Textilindustrie) wurden Textilingenieure, sogar aus dem Ausland ausgebildet. Im Jahre 1876 wurde ein Fabrikantenverein gegründet. Aufgabe war, Kader für die Weberei und Spinnerei zu entwickeln. 1897 an dem ehemaligen  Saspower Weg (heute Webschulallee) wurde das Gebäude erbaut und Anfang Juni 1898 feierlich  eingeweiht, hieraus entstand dann eine öffentliche Lehranstalt.

Neben der Schule wurde auch ein Fabrikgebäude mit 80 Angestellten und ein Amt zur Warenprüfung für die Textilindustrie gebaut. 1934 wurde die Schule dann ausschließlich als Textilingenieurschule geführt. Somit erweiterten sich die Schulfächer. Hinzu kamen Betriebslehre, technische Mechanik, Mathematik und Physik.

  

Entwicklung 

Ein Studenten-Workshop aus dem Frühjahr 2012 sollte Impulse gegen den Verfall der Schule setzen. Im Dezember 2010 brannte der Dachstuhl vollkommen aus und seit 2011 sichert ein Schutzdach das Gebäude vor einem weiter zunehmenden Verfall. Brandursache sollen Dachausbesserungen durch 2 Dachdecker gewesen sein, die mit einem Gasbrenner die Arbeiten durchführten. Angrenzende Werkshallen aus der Zeit der Fabrikation werden derzeit noch von der benachbarten Polzei genutzt. 1945 wurde die Schule geschlossen und die schulischen Aktivitäten 1951 nach Forst verlegt, wo sich ebenfalls eine Webschule befindet.  Heute wird diese als Oberstufenzentrum genutzt. Nach wie vor werden hier Berufe der Textilbranche ausgebildet, z.B. Textilreiniger, Modenäher und Maßschneider. In das Gebäude der Webschule Cottbus zog dann die Polizei ein, bis eben zu dem Brand. Im Juni 2012 wurden erste Impulse zur Wiederbelebung mittels einer künstlerischen Lichtinstallation gesetzt. Studierende haben letztlich die Ergebnisse des Workshops in einer Broschüre zusammengefasst. Es gilt zu hoffen, dass dieser Workshop zu einer nachhaltigen Entwicklung des historischen Gebäudes beigetragen hat.

Planung

Zielsetzung des Workshops war eine denkmalpflegerische Nutzung des Gebäudes. Eine Form sollte die Nutzung für künstlerische Aktivitäten, eine andere die Erstellung von Konzepten für eine Zwischen- oder Umnutzung sein. Frau Dr. Sabine Kühne aus dem Fachbereich Stadtplanung Cottbus erläuterte den „Strategieplan 2020“. Dieser wird für das Areal der Webschule zukünftig von Bedeutung sein und gehört zur verstärkten Belebung der Innenstadt. Ein Umbau zum Wohnhaus oder Reha-Zentrum wäre ebenfalls eine mögliche Nutzung. Auch möglich das Entstehen eines Kunsthauses mit Cafe, Bar und Blumenwiese, ein Haus der Forschung, oder Sitz des Cottbuser Filmfestivals sind weitere Vorstellungen. Die Ideensammlung soll in einer eigens erstellten Publikation erfolgen und ebenso eine Plakat-Präsentation in Posterform, auszustellen im Rathaus.  

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Quellen

Lausitz Rundschau, Brandenburgische technische Universität, Märkischer Bote